Für eine friedlichere Welt

Mittwoch, 20. Mai 2009

Karlspreis 2009: Renovabis gratuliert Professor Andrea Riccardi, Gründer der Gemeinschaft Sant’ Egidio

FREISING. Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis hat dem Gründer der Gemeinschaft Sant’ Egidio, Professor Andrea Riccardi, zur Verleihung des Internationalen Karlspreises 2009 gratuliert. Mit dieser Auszeichnung werde „zu Recht das zivilgesellschaftliche Engagement einer katholischen Laienbewegung geehrt, deren Mitglieder sich seit über 40 Jahren auf beeindruckende Weise für eine friedlichere und gerechtere Welt einsetzen“, betonte Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth am Mittwoch (20. Mai) in Freising.
In einem Glückwunsch-Schreiben an Professor Riccardi aus Anlass der Preisverleihung am Donnerstag (21. Mai) in Aachen würdigt Demuth im Namen der Renovabis-Mitarbeiter das jahrzehntelange „fruchtbare Wirken“ der Gemeinschaft. Diese hatte der heute 59-jährige Historiker 1968 gemeinsam mit Freunden in Rom ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit haben sich die ehrenamtlichen Mitglieder von Sant’ Egidio neben dem gemeinsamen Gebet und der Weitergabe des Evangeliums die Freundschaft mit den Armen, die Ökumene und den Dienst am Frieden zur Aufgabe gemacht.

Demuth: Sant’ Egidio und Renovabis arbeiten gut zusammen

In seinem Brief an Riccardi erinnert Demuth gleichzeitig an die seit vielen Jahren bestehende „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ zwischen Renovabis und Sant’ Egidio bei verschiedenen Maßnahmen im östlichen Teil Europas. So fördert Renovabis aktuell Projekte von Sant’ Egidio in Albanien, im Kosovo und in Georgien. In Albanien etwa beteiligt sich Renovabis finanziell an betreuten Wohngruppen psychisch erkrankter Menschen in der Hauptstadt Tirana. Dieses Konzept ist für Albanien neuartig. Das Projekt umfasst neben dem Aufbau der entsprechenden Einrichtung und Infrastruktur auch ein Schulungszentrum für das Personal. Außerdem werden die Voraussetzungen für ein funktionierendes Lobbying geschaffen sowie ein Netzwerk von Institutionen angestoßen, die sich ebenfalls um psychisch erkrankte Menschen kümmern.

Hintergrundinfo zu Renovabis

Als „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“ rief die Deutsche Bischofskonferenz Renovabis im März 1993 ins Leben. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatte die Gründung des Osteuropa-Hilfswerks angeregt. Die Geschäftsstelle von Renovabis befindet sich in Freising.
Renovabis unterstützt seine Partner in 29 Ländern des früheren kommunistischen Machtbereichs im östlichen Teil Europas bei der kirchlich-pastoralen, sozial-caritativen und zivilgesellschaftlichen Erneuerung. Seit 1993 half Renovabis bei der Verwirklichung von mehr als 17.000 Projekten mit einem Gesamtvolumen von über 470 Millionen Euro.