Besuch in der Diaspora - Tschechien vor dem Papstbesuch
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20 Jahre ist es her, dass die einstige Tschechoslowakei mit der „Samtenen Revolution“ den gewaltfreien Übergang von der sozialistischen Diktatur zur Demokratie schaffte. Die katholische Kirche blickt heute mit zwiespältigen Gefühlen auf dieses Ereignis im November und Dezember 1989 zurück. Zwar wurden die Menschen vom Joch des Kommunismus und dem antireligiösen Klima befreit, doch sie strömten daraufhin nicht, wie es sich die Kirche erhofft hatte, in die Gottesdienste, sondern lieber in die Supermärkte und auf Partys. Heute sind nur rund 30 Prozent aller Tschechen Christen, im Alltag Vieler spielen Glaube und Kirche kaum eine Rolle.
Doch von der gläubigen Minderheit dort wird Papst Benedikt XVI. sehnsüchtig erwartet. Vom 26. bis 28. September 2009 wird er die Tschechische Republik besuchen. Dabei handelt es sich, wie bei allen seinen Reisen, in erster Linie um einen Pastoralbesuch: Er reist in eines der am meisten säkularisierten Länder Europas, um den Glauben der Menschen dort zu stärken und allen voran den jungen Gläubigen mit seinem Besuch zeigen, dass sie ein Teil der Weltkirche sind.
Einzelbeiträge anhören
- Ein Beitrag von Ina Rottscheidt: Roma in Tschechien anhören
- Ein Interview mit Ruzena Kavkova (Diözesan-Caritasdirektorin Litomerice): Über die Situation der Roma in Tschechien anhören
- Ein Beitrag von Daniela Schulz: Renovabis-Projekt des Monats anhören
- Ein Interview mit Ruzena Kavkova (Diözesan-Caritasdirektorin Litomerice): Zum Problem der Straßenprostitution anhören
- Ein Beitrag von Ina Rottscheidt: Der Heilige Wenzel und die Wenzeltradition in der tschechischen Geschichte anhören
- Ein Interview mit Dr. Jörg Basten (Länderreferent bei Renovabis): Das Engagement von Renovabis in Tschechien anhören
- Ein Interview mit Ales Pistora (Erzdiözese Prag): Vorbereitungen auf den Papst-Besuch anhören
- O-Ton: Zum Tschechien-Besuch von Papst Benedikt XVI. anhören

