Renovabis hilft Überschwemmungsopfern

Mittwoch, 13. Januar 2010

Hochwasser-Katastrophe in Nordalbanien bringt vor allem arme Menschen in den Bistümern Sape und Skhoder in Existenznot

FREISING / SHKODER. Massive Regenfälle haben in Nordalbanien seit dem 8. Januar zur Überschwemmung zahlreicher Ortschaften geführt. Betroffen sind rund 60.000 Menschen in einem Gebiet so groß wie das Herzogtum Luxemburg. Renovabis hat auf das Ersuchen von Ortsbischof Lucian Avgustini eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Tag für Tag hat Dauerregen große Wassermengen auf die teilweise gefrorene Erde gebracht; die - falls überhaupt vorhandenen - Kanäle vermochten es bald nicht mehr aufzunehmen. Sturzwasserbäche von den überlaufenden oder gezielt geöffneten Wasserspeichern der Energieversorgung im Bergland kamen hinzu. Alle Wassermassen sammeln sich nun seit Tagen und immer noch in einem natürlichen Becken bei Deja. Viele Dörfer und Gehöfte in der Region stehen teilweise bis zum ersten Stockwerk unter Wasser. Lebensmittel und alle Arten von Vorräten, Mobiliar, ein paar Habseligkeiten, auch warme Kleidung schwimmen herum oder sind versunken. Gesundheitsgefahren birgt das Wasser ebenso: Müll und auch viele Tierkadaver treiben in den Fluten, die Stromversorgung ist fast überall in dem Krisengebiet zusammengebrochen; die Gefahr eines Stromschlags droht allerorten. Trinkwasser ist schon längst Mangelware. Und es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bitter kalt. Hinzu kommt die Angst vor Plünderungen.

Der langjährige Renovabis-Partner und Bischof der Krisenregion im Bistum Sape, Don Lucian Avgustini, hat sofort begonnen, den Menschen zu helfen. Er lässt Lebensmittel, trockene Kleidung und Decken verteilen und hilft selbst dabei mit. Renovabis hat dem Bischof 10.000 Euro Soforthilfe überwiesen und seine Bemühungen mit Caritas international abgestimmt. Auf Renovabis werden nach dem Zurückfluten der kalten Wassermassen und der Abschätzung der Schäden Anträge zur nachhaltigen Unterstützung bei der Behebung der Folgen des Desasters zukommen. Noch seien, man glaubt es kaum, noch keine Menschenleben zu beklagen, „und wir beten darum, dass es so bleibt“, sagt eine Ordensschwester.