05. März 2010

Informationen aus erster Hand

<!--break-->(von links): Giorgi Tskhomelidze (Ökonom, Tbilisi), Annemarie Plassmann („Hilfe in Georgien“, Bochum), Dr. Florian Herrmann (Mitglied des Bayerischen Landtags, Freising), Bischof Giuseppe Pasotto (Tbilisi), Professor Dr. Claus Hipp (Unternehmer und Honorarkonsul von Georgien, Pfaffenhofen/Ilm) und Dr. Gerhard Albert (stellvertretender Renovabis-Hauptgeschäftsführer, Freising). (Bild: Renovabis/Schumann) FREISING. Aus Anlass eines Deutschlandbesuchs machte Giuseppe Pasotto, römisch-katholischer Bischof in der georgischen Hauptstadt Tbilisi (Tiflis), Station auf dem Freisinger Domberg. Der Apostolische Administrator für die lateinischen Katholiken im Kaukasus ist bereits seit vielen Jahren Projektpartner von Renovabis. In Georgien bekennt sich eine Mehrheit der knapp fünf Millionen Einwohner zur orthodoxen Kirche. Nur etwa ein Prozent der Bevölkerung ist katholisch.

Bei einem Hintergrund-Gespräch mit ausgewählten Teilnehmern in der Renovabis-Geschäftsstelle informierte Bischof Pasotto über die schwierige Situation der römisch-katholischen Diaspora-Ortskirche. Diese ist in Georgien nach wie vor offiziell nicht anerkannt. Auch die Beziehungen zur Orthodoxen Georgischen Kirche seien kompliziert, so Pasotto. Letztere schotte sich anderen Konfessionen gegenüber ab und verhalte sich derzeit eher abwartend. Dennoch plädierte der Bischof dafür, Geduld zu haben. Er machte deutlich, dass es ihm in seinen Bemühungen als Seelsorger und als Oberhirte der katholischen Minderheit stets darum gehe, das Verbindende zwischen den Kirchen zu suchen. Wichtig sei es ihm, der orthodoxen Kirche nicht das Gefühl zu vermitteln, die andere Seite wolle sie verändern. Eine wichtige Brückenfunktion wies der Bischof dem Bereich der Bildung zu. Er verwies hier auf die Angebote der katholisch getragenen „Saba Orbeliani-Universität“ in Tbilisi, die vor allem orthodoxen Studierenden offensteht. – Seit 1994 förderte Renovabis kirchlich-pastorale, sozial-caritative und Bildungs-Projekte in Georgien mit drei Millionen Euro.

  • Bild oben: (von links): Giorgi Tskhomelidze (Ökonom, Tbilisi), Annemarie Plassmann („Hilfe in Georgien“, Bochum), Dr. Florian Herrmann (Mitglied des Bayerischen Landtags, Freising), Bischof Giuseppe Pasotto (Tbilisi), Professor Dr. Claus Hipp (Unternehmer und Honorarkonsul von Georgien, Pfaffenhofen/Ilm) und Dr. Gerhard Albert (Geschäftsführer, Stellvertreter des Renovabis-Hauptgeschäftsführers, Freising).

  • Bild unten: Prof. Dr. Vaja Vardidze (Rektor der „Saba Orbeliani-Universität“, Tbilisi) und Bischof Giuseppe Pasotto (Tbilisi)

Prof. Dr. Vaja Vardidze (Rektor der „Saba Orbeliani-Universität“, Tbilisi) und Bischof Giuseppe Pasotto (Tbilisi))

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