Fernsehtipps
Tagesübersicht
Samstag, 20. März
15.35-16.20 WDR
Moskau lässt die Puppen tanzen
Ein Film von Rita Knobel-Ulrich
Sonntag, 21. März
13.05-13.30 3sat
Stadt. Land. Wald: Die Grenzstadt Köszeg
Ein Film von Dorottya Kelemen
Die kleine ungarische Grenzstadt Köszeg, zu Deutsch: Güns, gilt als besonders sehenswert im Gebiet um den Naturpark Geschriebenstein und als eine besondere Attraktion Westungarns. Die gut erhaltene barocke Innenstadt schmiegt sich an die historisch bedeutende Jurisics-Burg. Die Verteidigung der Burg gegen die Türken im Jahr 1532 wird alljährlich von den Günsern bei einem historischen Spektakel nachgestellt.
Im Herbst wird ebenfalls opulent gefeiert, und zwar beim zweisprachigen Weinfest. Nicht nur für Weinexperten interessant ist das historische Rebenbuch: Seit Jahrhunderten zeichnen die Weinbauern junge Weinreben verschiedenster Sorten detailgetreu ab. An frühere deutschsprachige Bewohner erinnern noch die Steirerhäuser. Im 18. Jahrhundert wurden dort Förster aus der Steiermark angesiedelt. Der Film „Stadt.Land.Wald“ stellt die Grenzstadt Köszeg vor.
19.00-19.25 RBB
Kowalski trifft Schmidt
Deutsch polnisches Journal/ Moderation: Daniel Finger und Ola Rosiak
Montag, 22. März
15.15-16.00 NDR
Karpaten: Leben in Draculas Wäldern
Mit 1500 Kilometern Länge sind die Karpaten der längste Gebirgszug Europas. Kurt Mayer folgt in seinem Film den Wegen und Entdeckungen des Wanderhirten Vasile aus Budesti - tief ins dunkle Herz Europas, von den Waldkarpaten an der Grenze zur Ukraine bis in die südlichen Höhen des Fagaras-Gebirges. Hajduk, Vasiles treuer vierbeiniger Begleiter, hat in diesem Jahr viel zu lernen. Mit der erfolgreichen Abwehr eines Karpatenbären besteht er seine Feuertaufe als Hirtenhund.
Der Karpatenbogen beherbergt die größte Bären- und Wolfspopulation Europas. Ohne wehrhafte, gut ausgebildete Hirtenhunde ist hier Weidewirtschaft unmöglich. Ein Karpatenwolf reißt durchschnittlich ein Schaf pro Jahr. Im internationalen Vergleich ist diese Quote sehr niedrig. Der Grund dafür: In Rumänien werden die Schafherden durchgehend von Schäfern bewacht und von intensiv trainierten Hunden gegen Angreifer geschützt. Auf seinem Weg durch die Wälder entdeckt Vasile zahlreiche Naturschönheiten der Karpaten, wie zum Beispiel die Scarisoara Höhle bei Nucet. Sie ist Teil eines 3500 Jahre alten Gletschersystems, das in über einhundert Metern Tiefe die letzten Warmzeiten überdauert hat.
Am Sonntag zum Kirchgang in Srbi erscheinen die Frauen in weißen, bestickten Blusen mit bunt verzierten Pelzwesten. Und am Hals tragen die pausbackigen Bäuerinnen in mehreren Reihen glitzernde Glasperlen. Dort lernt er die schöne Delia kennen und verliebt sich in sie. Kann Vasile das Herz seiner Angebeteten erobern?
23.30-00.15 Br-Alpha
Im nördlichen Transdanubien
Dienstag, 23. März
12.00-12.30 3sat
Slowenien Magazin
15.15-16.00 NDR
Die Waldkarpaten
Ein Film von Peter Stückl
15.30-16.15 3sat
Die Newa: Vom Ladoga-See nach St. Petersburg
Ein Film von H. Jürgen Grundmann
Die Newa ist nur 74 Kilometer lang, aber einer der wasserreichsten Flüsse Europas. Sie ist Teil einer alten Handelsstraße, die einst bis nach Griechenland führte. Ihr Verlauf beginnt am südlichen Ende des über 18.000 Quadratkilometer großen Ladoga-Sees im Nordosten Russlands, durchquert St. Petersburg im Süden und mündet in einem weiten Delta im Finnischen Meerbusen.
Das Delta der Newa muss jeden Winter für den internationalen Schiffsverkehr eisfrei gehalten werden, so dass die Männer auf den Eisbrechern viel zu tun haben. Igor, ein Werftarbeiter in Schlüsselburg, hat hingegen während der Wintermonate nur sporadisch Arbeit. Er frönt in dieser Zeit seiner Leidenschaft und geht mit seinem Sohn zum Eisfischen. Igor räuchert die Fische zu Hause und verkauft den Überschuss auf dem Fischmarkt.
Ein regelmäßiger Schiffsverkehr mit Anbindungen bis weit nach Sibirien kann erst nach der Eisschmelze wieder beginnen. In St. Petersburg werden die Schiffe mittels eines ausgeklügelten Systems durch die Stadt gelotst. In wenigen Nachtstunden müssen sie flussauf- und abwärts die offenen Brücken passiert haben.
Der Film „Die Newa“ erzählt vom Leben an und auf dem Strom.
16.15-17.00 3sat
Metropolen des Ostens: Moskau
Ein Film von Christian Klemke
Das Jahr 1147 gilt als Gründungsjahr der Stadt Moskau, der heutigen Hauptstadt der russischen Förderation. Doch auf ihrem Boden an den Ufern der Moskwa haben sich schon vor über 5.000 Jahren die ersten Menschen angesiedelt. Mit dem Aufstieg Russlands zur bedeutendsten osteuropäischen Nation entwickelte sich Moskau zum unbestrittenen Zentrum der russischen Politik und Kultur.
Heute ist Moskau mit elf Millionen Einwohnern die größte Stadt Europas. Seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft zu Beginn der 1990er Jahre vollzieht sich in Moskau der Umbruch zur kaptialistichen Metropole schneller und sichtbarer als in allen anderen Städten des ehemaligen Ostblocks. Moscow City, ein zentrales Geschäftsviertel mit vielen Wolkenkratzern, luxuriösen Villenvororten und prächtigen Einkaufspassagen, steht für das neue Russland der Superreichen. Sie sind die Profiteure der postsozialistischen Wendejahre.
In den Vororten der Arbeitersiedlungen verfallen dagegen die Plattenbauten, die einst als sozialistische Vorzeigeobjekte für eine gerechte Gesellschaft errichtet wurden. So zieht sich heute wieder der Riss zwischen Arm und Reich durch die Stadt, die ihr sozialistisches Antlitz in nur wenigen Jahren abgeschüttelt hat. Die nostalgischen Versatzstücke wie das Lenin-Mausoleum und die Allunions-Ausstellung wirken darin wie der Retrokitsch eines Freizeitparks. Das Leben der Menschen in Moskau kreist wie überall ums Geld. Ein Film über das Leben in der russischen Metropole Moskau.
17.00-17.45 3sat
Zauber der Wolga (1/2): Unter falscher Flagge
Ein Film von Rollo und Angelika Gebhard und Andrey Alexander
Noch nie wagte eine fremde Jacht eine Bootsreise durch Russland von der Ostsee über die Wolga nach Moskau und bis zur Mündung ins Kaspische Meer. Bis heute ist es ausländischen Schiffen untersagt, russische Binnengewässer zu befahren. Also verwandeln zwei abenteuerlustige Weltumsegler ihre kleine Zwölf-Meter-Jacht in ein russisches Schiff, setzen eine russische Flagge und bemalen die Bordwand mit russischen Registrierungsbuchstaben. Mit an Bord ist der Schauspieler und Kameramann Andrey Alexander aus Moskau. Auf ihrer Expedition stoßen sie tief ins Herz Russlands vor. In Moskau entgehen sie knapp ihrer Verhaftung, als sie mit ihrem Boot nachts heimlich am Kreml vorbei in die russische Metropole eindringen und von der Polizei aufgegriffen werden.
Die Geschichten, die das Weltumseglerpaar auf dem gewaltigen Strom erlebt, sind vor allem die Geschichten der Menschen - der verschiedensten Völker und Kulturen mit ihren spezifischen Eigenarten und Traditionen: Karelier, Kosaken, Tataren, Tschuwaschen und andere. Die Abenteurer entdecken aber auch ein Land voller Aufbauwillen, Optimismus und Lebensfreude. Und an den Schleusen, an denen jedes Mal die Papiere kontrolliert werden, erfahren sie stets aufs Neue den Nervenkitzel: Wird ihre Tarnung auffliegen?
17.45-18.30 3sat
Zauber der Wolga (2/2): Kareliens Geister
Ein Film von Rollo und Angelika Gebhard und Andrey Alexander
20.15-21.00 WDR
Land der fallenden Seen - Plitvice
Ein Film von Michael Schlamberger
Sechzehn kristallklare Seen, in spektakulären Terrassen angeordnet, durch unzählige Wasserfälle und Stromschnellen verbunden, das sind die fallenden Seen von Plitvice in Kroatiens gleichnamigem Nationalpark. Dieses einzigartige Naturjuwel erinnert an ein Märchenland: Dichter Buchenwald umschließt die Wasserflächen, Bäume wachsen auf schmalen Überhängen, thronen über Wasserfällen, strecken ihre Äste in den Sprühnebel der Katarakte. Hier scheinen die Grenzen zwischen den Elementen aufgehoben. Denn die fallenden Seen verdanken ihre Existenz einem faszinierenden biologischen Phänomen: Das stark mit Kalk angereicherte Karstwasser aus dem Dinarischen Gebirge lagert sich an Moosen an, Pflanzen und Kalk bilden gemeinsam ein spezielles Gestein, Travertin. In Plitvice verwandelt sich Wasser zu Stein, man nennt es nicht umsonst das „Land, wo die Steine wachsen“.
Zwischen einem und drei Zentimeter pro Jahr wachsen die Travertinterrassen und schaffen ständig neue Becken und Barrieren, Wasserstürze und Kaskaden. Doch nicht nur die Naturgeschichte dieser Seen-Landschaft ist immer in Bewegung, auch politisch hat der älteste Nationalpark Europas eine wechselvolle Vergangenheit hinter sich. Während des Balkankriegs war das Land der fallenden Seen militärisches Kampfgebiet, die einmaligen Travertinterrassen waren vermint und wiederholt von Sprengung bedroht. Wenn auch die Katastrophe ausblieb, die Anwesenheit von Truppen in der fragilen Ökologie des urtümlichen Waldes hinterließ deutliche Spuren: Hirsche und Rehe sind in Plitvice deutlich seltener als in vergleichbaren Naturräumen, die Soldaten schossen weite Teile des Waldes leer, aus Langeweile oder zur Verpflegung.
Heute erinnert wenig an diese brutale Vergangenheit, die riesigen Buchenwälder von Plitvice sind voll mit Leben: Hier findet sich nicht nur die größte Braunbären-Population Europas, auch große Wolfsrudel und Luchse in stattlicher Zahl durchstreifen den Wald rund um die Kaskaden und Seen. Im klaren Wasser tummeln sich einige der rarsten Europäer: Sumpfschildkröten und Flusskrebse sind in den meisten anderen Gegenden des Kontinents seit Jahrhunderten ausgerottet.
Sagenumwobene Bewohner verbergen sich tief in den Karsthöhlen des Dinarischen Gebirges. Man hielt sie Jahrhunderte lang für „Menschenfischlein“ oder Baby-Drachen: Die bleichen Grottenolme sind blinde Höhlenbewohner mit einem sechsten bioelektrischen Sinn und Talent zum Hungerkünstler. Sie können ein Jahr ohne Nahrungsaufnahme überleben. Sie sind eine biologische Spezialität der Region und kommen sonst nirgendwo auf der Welt vor. Dieses exklusives Schicksal teilen sie mit ihren Nachbarn, der Bergmaus - der Maus mit dem größten Mauseloch der Welt. Sie lebt ebenfalls in den riesigen Höhlensystemen, die das Wasser aus dem Karst gefressen hat. Doch anders als die räuberischen Grottenolme müssen die Bergmäuse regelmäßig an die Oberfläche, um nach Pflanzennahrung zu suchen.
22.00-22.30 WDR
Der Sauerkrautdiplomat - Ein deutscher Gastwirt erobert das wilde Kurdistan
Eine WELTWEIT-Reportage von Uwe Sauermann
23.30-00.15 Br-Alpha
Rund um das Donauknie
Mittwoch, 24. März
15.15-16.00 NDR
Ostpreußens Zauberwald. Begegnungen in der Rominter Heide
Ein Film von Wolfgang Wegner
Die Rominter Heide, im äußersten Osten Ostpreußens gelegen, galt einst als das bevorzugte Jagdgebiet der Hohenzollern. Es heißt, Wilhelm II., Deutschlands letzter Kaiser, habe hier seinen zweitausendsten Hirsch geschossen. Heute durchzieht die russische Grenze den Urwald, in dem noch immer Rothirsche, Elche, Luchse und Wölfe leben. Es ist ein naturbelassener Wald mit uralten Eichen, Fichten und Kiefern, mit einsamen Waldseen, Brüchen, Schonungen und Mooren. Der Massentourismus hat hier noch nicht Einzug gehalten.
Das Fernsehteam war im späten Herbst zwischen Goldap und Szittkehmen auf der Suche nach Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart unterwegs. Es waren Begegnungen mit Menschen am Rande der Rominter Heide: mit Förstern, Waldarbeitern, Bauern und mit Handwerkern in Goldap. Mit Jungen und Alten, mit Menschen, die die Hoffnung auf bessere Zeiten längst aufgegeben haben und mit solchen, die an die Zukunft glauben. Zum Beispiel auch mit einer Lehrerin, die Deutschunterricht gibt, und einem Pfarrer, der in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit hier im äußersten polnischen Nordosten Trost spendet. An der Grenze zu Russland patrouillieren polnische Soldaten, die Außengrenze zur Europäischen Union ist erreicht. Deutsche Töne hört man nur noch selten in den kleinen Orten rund um den „Zauberwald“. Aus Ostpreußen wurde nach dem Krieg die polnische Woiewodschaft Warmia i Masuri, der Regierungsbezirk Ermland und Masuren, aus der Rominter Heide die Puszca Romincka.
Was geblieben ist, sind die alten Backsteinhäuser, erbaut in preußischer Zeit und ein paar unkrautüberwachsene Gleise, über die einst die Personenzüge von Lyck über Goldap nach Gumbinnen bummelten. Wenn der Herbst fast vorbei und der Winter noch nicht da ist, ist es in der Rominter Heide und umzu besonders still. Die vielen Storchennester auf den Dächern der Bauernhäuser sind verwaist, und die letzten Kraniche überfliegen die Weiten Ostpreußens auf ihrem Weg nach Süden. Auf den abgeernteten Feldern werden Kartoffeln geklaubt und in den Vorgärten Holz für den Winter gemacht. Und Tag für Tag das gleiche spätherbstliche Schauspiel, wenn der Morgennebel die Rominter Heide einhüllt wie in ein durchsichtiges, geheimnisvolles Tuch - es macht den großen Wald zum „Zauberwald“.
22.30-23.00 SWR
Auslandsreporter: Ware Mensch - Illegaler Eizellenhandel in Rumänien
Weibliche Eizellen sind weltweit Mangelware. Die „Lieferantinnen“ dieses „Humanrohstoffs“ sind oft blutjung, ungebildet und arm. Das nutzen skrupellose Eizellenhändler vor allem in Osteuropa aus. Für nur wenig Geld dienen ihnen junge Rumäninnen als sogenannte „Eizellenspenderinnen“ - als lebende Eizellenreservoire für die betuchte Klientel aus Westeuropa, USA und zunehmend asiatischen Ländern. Diese Kundschaft wünscht sich für ihr Kind schwarze Haare und braune Augen, die genetischen Merkmale also, die junge Roma-Frauen und -Mädchen mitbringen.
Den Frauen werden hochdosierte Hormonspritzen gesetzt, um die Eizellenproduktion künstlich anzuregen, zum Teil mehrmals im Jahr. In Bukarest hat sich eine ganze Klinik-Industrie entwickelt. Das Einsetzen fremder Eizellen ist dort legal - verboten sind nur die Eizellen-Spenden gegen Geld. Der Autorin Susanne Glass gelang es, in dieses illegale Netzwerk einzudringen. Sie drehte mit versteckter Kamera zum Teil Minderjährige, die von dubiosen Krankenschwestern angesprochen wurden. Und sie traf eine Frau, deren Gesundheit durch die illegalen Eizellenspenden zerstört wurde.
Donnerstag, 25. März
20.15-21.00 NDR
Länder - Menschen - Abenteuer: Ostern in Ostpreußen
Ein Film von Wolfgang Wegner
Der letzte Schnee ist geschmolzen, die ersten Störche und Kraniche sind aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Es ist kurz vor Ostern in Ostpreußen. In Kocarki, dem ehemaligen Kotzagen in Masuren leben Helga und August Roszig mit Kindern und Enkeln. Sie gehören zu den wenigen Deutschen, die im ehemaligen Ostpreußen geblieben sind. Nicht anders als Weihnachten zählt Ostern für sie zu den Höhepunkten des Jahres. Wie ihre polnischen Nachbarn pflegen sie die alten Traditionen.
23.00-00.00 SWR
Wie die Beatles den Kreml stürmten
Ein Film über das kulturelle Phänomen der „Beatlemania“, das vor über 40 Jahren auch die Sowjetunion erfasste und dazu beitrug, den Kommunismus zu Fall zu bringen.
Die sowjetischen Machthaber fürchteten die mit Gitarren bewaffneten Jugendlichen der Rock-and-Roll-Szene. In den frühen 60er Jahren erklärte Regierungschef Chruschtschow die elektrische Gitarre gar zum „Feind des sowjetischen Volkes“. Man war fest entschlossen, die „Verderbnis“ der Jugend zu verhindern: Polizisten ergriffen langhaarige Jugendliche auf den Straßen und schnitten ihnen die Haare ab. Auch die Musik der Beatles war verboten, die Gruppe erhielt nie die Erlaubnis, in der Sowjetunion aufzutreten. Dennoch wuchs ihre Popularität unaufhörlich. Unzählige Bands entstanden, die sich wie die Beatles kleideten und ihre Musik spielten. Im ganzen Land kursierten Radiomitschnitte von Radio Luxemburg, die auf dem Schwarzmarkt gehandelt wurden.
Trotz oder gerade wegen des harten Vorgehens der Obrigkeit übten die Beatles einen großen Einfluss auf die Gesellschaft und die Haltung der Menschen aus: Millionen junger Leute wurden durch sie zu glühenden Befürwortern der westlichen Kultur und gingen emotional auf Distanz zum Sowjetsystem. So bereiteten die Beatles den kulturellen Weg für den Fall der Berliner Mauer. „Die Beatles und ihre Lieder haben die Herzen von Millionen junger Menschen berührt und sie auf das, was später passieren sollte, vorbereitet. Es gibt kein anderes westliches Phänomen mit einem solch tiefgreifenden Einfluss auf die inneren Angelegenheiten der Sowjetunion, die den Jugendlichen nichts vergleichbares zu bieten hatte“, resümiert Art Troitzki, Russlands führender Rockjournalist. Die lange russische Liebesaffäre mit den Beatles fand im Sommer 2003 ihre Erfüllung: Paul McCartney spielte auf dem Roten Platz in Moskau vor 100.000 Menschen, viele von ihnen in Tränen aufgelöst.
Der Film ist eine persönliche Reise des renommierten britischen Filmemachers Leslie Woodhead durch mehrere Länder der ehemaligen Sowjetunion. Über die Auswirkungen der Beatles auf ihr Leben erzählen unter anderem „Russlands ultimativer Beatles Fan“ Kolja Vasin, die gefeierten Rockmusiker Boris Grebenschikow und Sascha Lipnitzki, der „Beatlemania“-Buchautor Juri Peljuschonok und Russlands stellvertretender Ministerpräsident Sergej Iwanow. Letzterer meint sich zu erinnern, er habe anhand der Beatles-Songs Englisch gelernt.
23.30-00.15 Br-Alpha
Der Balaton
Freitag, 26. März
00.45-01.30 Phoenix
Die Russische Revolution (1/2): Hoffnung auf Freiheit
Ein Film von Ian Lilley, NDR/2005
00.50-01.00 WDR
Erlebnisreisen-Tipp: Danzig - Königin der Ostsee
Ein Film von Torge Hidding
Sie gilt als die Königin der Ostsee. Die Stadt Danzig strahlt längst wieder in ihrem historischen Glanz und wird auch von vielen deutschen Reisegruppen angesteuert. Auch das benachbarte Seebad Zopot ist einen Abstecher wert.
01.30-02.15 Phoenix
Die Russische Revolution (2/2): Der Weg zum Terror
Ein Film von Ian Lilley, NDR/2005
02.15-02.45 Phoenix
Eine russische Zeitreise: Von St. Petersburg nach Wolgograd
Ein Film von Britta Hilpert, ZDF/2005
03.55-04.25 3sat
König Ohneland: Bei den Stammesfürsten der Roma
Ein Film von Christian Bock
Von den 15 Millionen Roma, die in ganz Europa leben, wohnen drei Millionen in Rumänien. Einer ihrer mächtigsten Anführer ist der 71-jährige Julian. Er wurde in einem Planwagen irgendwo in Transsylvanien geboren. Heute wohnt der „Kaiser aller Roma in Rumänien und überall“ in einem riesigen Palast in Sibiu. Doch langsam spürt der selbsternannte Herrscher seine Macht schwinden, weil andere Bulibashas, Stammesfürsten, inzwischen reicher sind als er. Auch die EU stellt ihn vor neue Herausforderungen. So sind zum Beispiel die traditionellen Kinderehen der Roma, die oft schon im Alter von 14 Jahren geschlossen werden, inzwischen offiziell verboten. Kaiser Julian soll diesen Bruch mit den Traditionen nun in den ihm zugeordneten Stämmen vermitteln und durchsetzen.
Doch mit den Traditionen bröckelt auch die Macht der alten Stammesfürsten. Zumal es häufig gleich mehrere Bulibashas gibt, die Anspruch auf die Krone erheben. So gibt es in Sibiu auch das Herrscherhaus der Familie Cioaba, die bereits in zweiter Generation einen König - Florin - stellt. Dieser beansprucht die Alleinherrschaft und erklärt alle anderen Könige und den Kaiser für Betrüger und Operettendarsteller. Der Einflussbereich von Kaiser Julian und König Florin endet im Norden der Karpaten, wo die ungarisch-stämmigen Gabor leben. Die Gabor sind eine geschlossene Gemeinschaft, stolz, konservativ, gläubig. Bulibasha Bogdi pflegt dort noch das traditionelle Familienerbe.
Der Film porträtiert drei der mächtigsten Bulibashas Rumäniens und zeigt die rätselhafte, wilde Welt der Sinti und Roma und ihren Wandel. Autor Christian Bock hat Kaiser Julian auf einer Audienzreise durch die Dörfer der rumänischen Walachei begleitet. Er trifft Kesselflicker, Löffelschnitzer, Kupferschmiede und Pferdehändler und ist bei der Beerdigung von König Florins Schwester dabei.
05.45-06.30 Phoenix
Ferne Heimat Kasachstan. Von Deutschland in die Steppe
Ein Film von Hajo Bergmann, NDR/2006
15.15-16.00 NDR
Ostern in Ostpreußen
Ein Film von Wolfgang Wegner
Der letzte Schnee ist geschmolzen, die ersten Störche und Kraniche sind aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Es ist kurz vor Ostern in Ostpreußen. In Kocarki, dem ehemaligen Kotzagen in Masuren leben Helga und August Roszig mit Kindern und Enkeln. Sie gehören zu den wenigen Deutschen, die im ehemaligen Ostpreußen geblieben sind. Nicht anders als Weihnachten zählt Ostern für sie zu den Höhepunkten des Jahres. Wie ihre polnischen Nachbarn pflegen sie die alten Traditionen.
16.55-17.15 3sat
Georgien: Menschen, Landschaften und Kulturen am Kaukasus
Ein Film von Ute Werner
Zwischen den Kontinenten Europa und Asien gelegen, ist Georgien der Schmelztiegel einer Vielzahl von Völkern und Kulturen. Kirchen, Klöster und die Lebensweise der Menschen erzählen von der Jahrtausende alten Geschichte des Landes. Die Landschaft Georgiens ist geprägt von den Bergen des Großen und des Kleinen Kaukasus. Zwischen den beiden Gebirgszügen liegt im Westen das fruchtbare subtropische Gebiet der Kolchis, einen Kontrast dazu bildet die Halbwüste Garedschi an der Grenze zu Aserbaidschan.
Der Film „Georgien - Menschen, Landschaften und Kulturen am Kaukasus“ berichtet über das kontrastreiche Land zwischen zwei Kontinenten.
21.30-22.15 3sat
3satbörse: Thema: Russlands Rückkehr
Wird 2010 für Russland das Jahr des großen Comebacks? Das selbst erklärte ehrgeizige Ziel, wieder zu den fünf größten Volkswirtschaften der Welt aufzuschließen, verfolgen die Russen hartnäckig. In Moskau hört man dieser Tage nur noch ein Wort: Modernisierung. Russlands Präsident Dmitri Anatoljewitsch Medwedew hat Korruption und Schlendrian den Kampf angesagt. Auch den Alkoholmissbrauch will er - ähnlich wie Michail Sergejewitsch Gorbatschow in den 1980er Jahren - verbieten.
Für die Deutschen rückt in diesem Frühjahr Sibirien ein Stückchen näher. Denn Anfang April beginnt der Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline. Ohne Umwege soll künftig Gas aus Sibirien direkt nach Deutschland fließen. Schon jetzt profitieren Rohstoffaktien an Moskaus Börse. So setzen Analysten große Erwartungen in Moskaus Aktienmarkt. „3satbörse“ berichtet über Russlands Rohstoffe, Reformen und Rückkehr auf die Weltwirtschaftsbühne.





