Renovabis trauert um Bischof Josef Homeyer
Dienstag, 30. März 2010
FREISING / HILDESHEIM. Bestürzt und mit großer Betroffenheit hat Dr. Gerhard Albert, der Geschäftsführer von Renovabis, der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, auf den Tod von Bischof Dr. Josef Homeyer reagiert. Der frühere Bischof von Hildesheim hatte sich seit Beginn des Wirkens von Renovabis für die Aufgaben der neuen Aktion eingesetzt und ihr Wirken stets mit seiner großen Autorität und Erfahrung begleitet.
Mit Josef Homeyer verlieren alle, die sich um ein Zusammenwachsen Europas und um seine Erneuerung aus seinen christlichen Wurzeln bemühen, ein überragendes Vorbild. Mit seinem unablässigen Einsatz für die Verständigung zwischen Polen und Deutschen, mit seiner selbstlosen Begleitung des ökumenischen Gesprächs in Südosteuropa und mit dem durch ihn als Präsidenten der COMECE, der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union, verkörperten Dienst der Kirche an der europäischen Integration schuf er Grundlagen, auf denen sich der Dienst von Renovabis entfalten konnte. Auch Renovabis trauert um Bischof Josef Homeyer.
Ganz persönlich wirkte der Bischof beispielhaft für Versöhnung, wenn er bei Projekten der Initiative „Friedensgrund“ in Osteuropa selbst mit Hand an Schaufel und Werkzeug legte. „Dieser glaubwürdige Brückenbauer ist nun heute plötzlich verstorben; dabei hätte er noch so viel Verbindendes bewirken wollen und können“, schrieb Dr. Albert an den Hildesheimer Bischof Norbert Trelle. Renovabis verneige sich dankbar vor einem seiner geistigen Väter und beispielgebenden Begleiter.
