Erweiterung der katholischen Schule in Tartu
- Land: Estland
- Förderbereich: Weitere Aufgaben
Projektbeschreibung
Die katholische Schule in Tartu wurde 1993 auf Initiative einer Gruppe von katholischen Laien gegründet und befindet sich in der Trägerschaft einer Nichtregierungsorganisation namens „Agathe“. In den letzten Jahren erfreut sich die Grundschule, die mittlerweile von 200 Schülerinnen und Schülern besucht wird, so großer Beliebtheit, dass bei weitem nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können. Im Jahr 2007 wurde erstmals eine zweiklassige Jahrgangstufe eingerichtet, die aufgrund der limitierten Platzverhältnisse sowohl vormittags als auch nachmittags unterrichtet werden muss – eine wenig zufriedenstellende Lösung.
Seit 2009 beherbert die katholische Schule in Tartu auch einen Kindergarten
Auf vielfachen Wunsch der Eltern und mit voller Unterstützung des Magistrats von Tartu, wurde in den Räumlichkeiten der Schule auch ein katholischer Kindergarten eingerichtet, der im Oktober 2009 eröffnet wurde, finanziell unterstützt von der Stadt Tartu, dem Bonifatiuswerk sowie dem Kindermissionswerk. Die Franziskaner-Schwestern, die auch Positionen im Leitungsgremium der Schule inne haben, sind bereits seit dem Jahre 1938 in Tartu aktiv.
Franziskanerschwestern vor der katholischen Schule in TartuWährend des Kommunismus waren sie überwiegend als Schwestern im Kinderkrankenhaus tätig, das sich unmittelbar neben der Schule befand. Nachdem das Krankenhaus mittlerweile in einen Neubau umgezogen ist, stand das Gebäude leer. Aufgrund der guten Kontakte der Schwestern ergab sich für den Träger der Schule die Möglichkeit, das Gebäude günstig zu erwerben und für die längst fällige Erweiterung der Schule zu nutzen. Teile des Gebäudes werden an eine Privatschule temporär untervermietet.
Projektbewertung
Ein leichter Anstieg der Geburtenraten in Estland seit 2000 sowie die Attraktivität der Stadt Tartu, die als traditionelles geistiges Zentrum Estlands gleichzeitig zweitgrößte Stadt des Landes ist, verursachen für einen klaren Bedarf der Schulerweiterung. Die Schule hat nun auch das räumliche Potenzial, als Gymnasium weiterführenden Unterricht anzubieten. Die Erweiterung der katholischen Schule in Tartu ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen in der Stadt. Indem die katholische Kirche trotz ihrer Diaspora-Situation als wichtiger Träger von Kinder- und Jugendsozialarbeit in Tartu und mittelbar damit in ganz Estland auftritt, wird ihre Position im Land gestärkt.
- Projektträger: Tartu Katoliku Kool, Präsidentin Sr. Katarina Krajnakova
- Fördersumme: 200.000 EUR
- Bewilligungsjahr: 2009
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Infos zu Estland
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