„Gemeinsam handeln“
Donnerstag, 22. April 2010
Im Bistum Limburg startet die Renovabis-Pfingstaktion 2010
FRANKFURT/MAIN. Auf den gemeinsamen Auftrag von Christen der westlichen und östlichen Tradition für ein christlich geprägtes und sozial gerechtes Europas von morgen hat Renovabis-Geschäftsführer Gerhard Albert in Frankfurt/Main hingewiesen. Zum Auftakt der diesjährigen Pfingstaktion des katholischen Osteuropa-Hilfswerks stellte Albert das Zusammenwirken mit den Renovabis-Partnern für die schwächsten Glieder der Gesellschaften im östlichen Teil des Kontinents heraus. Albert erinnerte an die schwierigen Lebensverhältnisse von gescheiterten Familien, obdachlosen Kindern oder benachteiligten Jugendlichen ebenso wie von verarmten, alten und arbeitslosen Menschen, aber auch von Kriegsflüchtlingen und Angehörigen von Minderheiten. „Wir stehen in einer gemeinsamen Weltverantwortung und uns ist solidarisches Handeln aufgetragen“, betonte Albert. Er äußerte sich am Donnerstag (22. April) vor Medienvertretern in Frankfurt/Main. An der Pressekonferenz nahmen der gastgebende Limburger Bischof, Franz-Peter Tebartz-van Elst, der Erzbischof von Olomouc (Olmütz) in der Tschechischen Republik, Jan Graubner, sowie die Direktorin der Caritas im rumänischen Satu Mare, Terezia Tünde Löchli, teil. – 2010 steht die Renovabis-Pfingstaktion unter dem Leitwort „Alle sollen eins sein“, das dem Johannes-Evangelium (Joh 17,21) entstammt.
Pastoraler und gesellschaftlicher Dienst
Albert ging ferner auf die ökumenische Dimension des Leitworts ein. Mit Blick auf die konfessionelle Situation in den Projektländern betonte er, dass Renovabis das ökumenische Gespräch auch mit den orthodoxen Kirchen pflege und gezielt gemeinsame Projekte mit ihnen unterstütze. In vielen Ländern, in denen Renovabis Projekte fördert, ist die katholische Kirche in einer Minderheiten-Position. Der Renovabis-Geschäftsführer sprach außerdem den spirituellen Aspekt des Leitworts an. So wolle Renovabis die Menschen in Deutschland, insbesondere aber die Katholiken, auf den Reichtum der Spiritualität des östlichen Christentums aufmerksam machen und ihnen diesen Reichtum näher bringen. Und dies nicht nur mit der diesjährigen Pfingstaktion. Albert schlug an dieser Stelle noch einmal den Bogen zur Zielsetzung von Renovabis und hob dabei den „integralen Auftrag“ des Hilfswerks hervor. So sei im Jahr der Gründung von Renovabis (1993) formuliert worden, dass die Aktion „die Christen in Mittel- und Osteuropa bei ihren Bemühungen um die Verkündigung des Evangeliums und bei der Erneuerung der Gesellschaft in Gerechtigkeit und Freiheit“ unterstützen solle. „Bei der Beauftragung von Renovabis war also beides im Blick: sowohl der pastorale wie auch der gesellschaftliche Dienst der Kirche, die Behebung von materieller ebenso wie von geistlicher Not“, unterstrich Albert. Der Renovabis-Geschäftsführer verwies auf das Engagement des Hilfswerks seit seiner Gründung im Osten Europas: So wurden im Verlauf von 17 Jahren bislang fast 17.000 einzelne Projekte in 29 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas gefördert. Dafür bewilligte Renovabis eine Gesamtsumme von mehr als 492 Millionen Euro (Stand Ende März 2010).
