„Fruchtbare Kooperation und viele Impulse“

Freitag, 02. Juli 2010

Osteuropa-Solidaritätsaktion Renovabis dankt Walter Kardinal Kasper nach dessen Ausscheiden aus päpstlichem Einheitsrat für sein dialogisches Wirken

FREISING. „Für viele Jahre einer fruchtbaren Kooperation in der Unterstützung der Kirchen und Christen in Mittel- und Osteuropa“ hat sich die Geschäftsführung von Renovabis, der katholischen Osteuropa-Solidaritätsaktion, am Freitag (2. Juli), in einem Würdigungsschreiben bei Walter Kardinal Kasper (76 Jahre) bedankt, dessen Rücktrittsgesuch vom Amt des Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates Tags zuvor von Papst Benedikt XVI. mit großer Wertschätzung angenommen worden war. Der Kurienkardinal war 1999 von Papst Johannes Paul II. zum Sekretär beim Rat für die Einheit der Christen berufen worden; nur zwei Jahre später beförderte ihn der Papst zum Präsidenten dieses Dikasteriums. Renovabis hatte immer wieder - beispielsweise bei der Stipendienförderung von Geistlichen und Laien aus Kirchen des Byzantinischen Ritus - mit dem Ökumenebeauftragten des Heiligen Stuhls zu tun. Dabei und in vielen weiteren Bereichen sei dem Engagement von Renovabis durch den Kardinal stets größtes Vertrauen entgegengebracht worden, betont der derzeitige Leiter der Geschäftstelle, Dr. Gerhard Albert.

Nach seiner Einschätzung ist „die Arbeit des Brückenbauers Kardinal Kasper von kirchengeschichtlicher Bedeutung“. Die bedeutenden Annäherungen, die sich in den vergangenen Jahren vor allem zwischen der katholischen Kirche und den Ostkirchen vollzogen hätten, seien ohne den geduldigen und unermüdlichen Einsatz des Kardinals nicht denkbar, der dabei von festem Glauben und überragendem theologischen Urteilsvermögen geleitet worden sei.

Renovabis sei ihm auch dankbar für die mannigfaltigen Impulse, die er eingebracht habe; ebenso für viele wegweisende Worte und Gedanken, gerade dort, wo es um den Dialog und das Miteinander mit den christlichen Ostkirchen ging. Der Kardinal habe viele Länder Mittel- und Osteuropas besucht und besonders etwa in der Ukraine den Kontakt und das Gespräche mit den unterschiedlichen Konfessionen gesucht. Dr. Albert schloss sein Wertschätzungsschreiben an den Kardinal mit den Worten: „Wir sind überzeugt davon, dass wir noch lange und in hohem Maße bei unserer Arbeit im Osten Europas von den Früchten Ihres Einsatzes für das ökumenische Gespräch zwischen der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen werden profitieren können.“