Fernsehtipps
Tagesübersicht
Samstag, 14.August
05.00-05.30 Arte
Auf nach Europa! Ivan, Serbien
In seinem Garten sitzt der 58-jährige Ivan mit dem Laptop vor seinem Bienenstock und erforscht mit Hilfe eines Programms zur Tonmessung die Kommunikation der Insekten. Wenn er in seine Projekte vertieft ist, vergisst er oft alles um sich herum.
Ivan ist Serbe und lebt in Bor. Er arbeitet als Wartungstechniker in einer Kupferfabrik und betätigt sich in seiner Freizeit als Imker. Genau wie sein Großvater, Vater, Bruder und Sohn liebt er Bienen. Für seine Frau Ruzica ist Ivan ein Kind, das nie aufgehört hat zu spielen. Doch er nimmt dieses Spiel sehr ernst. Das gilt nicht nur für die Imkerei und die Fotografien, die er von den Bienen anfertigt, sondern auch für seinen Beruf und sein zweites Hobby, die Musik.
Seiner Kreativität und seinem Tatendrang hat Ivan schon so manche gute Idee zu verdanken: So hat er bereits aus einem Baumstamm eine funktionierende E-Gitarre hergestellt und Freunde zu einem ganzen Konzert mit Fantasieinstrumenten eingeladen.
Ivans Umtriebigkeit steht im Gegensatz zu der in Serbien zuweilen noch vorherrschenden Passivität. Im vom Krieg noch gebeutelten Land hält es wenig junge Leute. Ivans Kinder sind mit den Enkeln bereits nach Neuseeland ausgewandert, doch er liebt Serbien und will seine Heimat nicht verlassen.
09.40-10.25 3sat
Von Hochosterwitz bis Miramare. Traumschlösser am Rande der Alpen
Ein Film von Werner Freudenberger
Nicht nur Kinder, auch so mancher Erwachsene träumt davon, in einem romantischen Schloss zu wohnen. Werner Freudenberger geht in Kärnten und in Slowenien auf die Suche nach Traumschlössern wie zum Beispiel Burg Hochosterwitz oder Schloss Duino, bekannt durch Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“. Der Film „Von Hochosterwitz bis Miramare“ führt zu Traumschlössern am Rande der Alpen.
11.36-12.20 MDR
Kamtschatka - Kochende Erde
Ein Film von Wolfgang Mertin
Nirgendwo brodeln so viele heiße Quellen und gibt es so viele Feuerberge wie auf der Halbinsel Kamtschatka im Osten Russlands. Daher war es schon immer der Traum der Vulkanologin Ludmilla Ossipenko, genau dort zu arbeiten. Vor 31 Jahren ereignete sich hier einer der größten Ausbrüche der vergangenen 2.000 Jahre. An der Oberfläche sind die Lavaströme von damals zwar erstarrt, aber noch immer entströmen den Spalten giftige und brennend heiße Gase - im Innern arbeitet die Erde weiter.
Auf ihrer aktuellen Reise will Ludmilla Ossipenko mit einem Forscherteam zum ersten Mal im größten Geysir Kamtschatkas auf den Grund sehen. Mit einer eigens entwickelten Spezialkamera wollen sie die Funktionsweise des unterirdischen Dampfkessels ergründen. Der Film begleitet die Vulkanologin bei ihrer Arbeit am Rand gigantischer Vulkankrater und ins sagenumwobene Tal der Geysire.
12.05-12.30 Arte
Zapping International: Das Fernsehen der Slowaken
15.55-16.10 RBB
Warschauer Notizen
Von und mit Ulrich Adrian
Sonntag, 15. August
05.30-06.00 Arte
Auf nach Europa! Dimi, Rumänien
Dimi entstammt einem rumänischen Adelsgeschlecht. Mit seiner aufrechten, schlanken Silhouette, seinen weißen Haaren und dem durchdringenden Blick strahlt er etwas Edles aus. Doch statt in mondänen Salons verbrachte er einen Großteil seiner Zeit auf dem Basketballfeld.
Unter dem Ceaucescu-Regime verlor seine Familie Besitz und Ehre, und so schlug Dimi nicht die vorgezeichnete Diplomatenlaufbahn ein, sondern wurde Sportler. Seit seine Familie das Anwesen mitten in Bukarest zurückerhielt, stöbert Dimi, wann immer sein Trainingsplan es erlaubt, zusammen mit seiner Frau Rodica im Garten, Keller und auf dem Dachboden nach Andenken, die seine Geschichte und die seiner Angehörigen belegen.
17.15-18.00 MDR
Metropolen des Ostens - Moskau
Über Jahrzehnte war Moskau das Zentrum eines Riesenreiches, sogar einer Supermacht. Moskau hat mindestens zwei katastrophale Schlachten überlebt. Alles in Moskau ist riesengroß, Moskau ist eine Stadt der Superlative wie New York oder Tokio. Und: Moskau ist nicht Russland! Moskau ist längst nicht mehr das Moskau der Sowjetunion und das der Nach-Gorbatschow-Zeit: Das Moskau von heute ist gespalten.
Das Zentrum, das „Alte Moskau“, die Residenz der Superreichen, wirkt „völlig durchgeknallt“. Die Menschen in den Randgebieten, die natürlich in der Überzahl sind, leben zwischen Normalität und sozialen Problemen. „Metropolen des Ostens - Moskau“ beobachtet und befragt die Menschen, die Moskauer. Autor Christian Klemke zeigt die Welt der Superreichen, die der Normalbürger und nicht zuletzt die der sozial Schwachen.
Montag, 16. August
03.15-03.35 Phoenix
Walaam. Wiedergeburt eines Klosters in Russland
Ein Film von Joachim Bartz, ZDF/2005
03.35-04.20 Phoenix
Das Gold der Zaren (1/3): Glanz und Blut
Ein Film von Miroslaw Bork, Malgorzata Bucke, Gudrun Ziegler, ZDF/2001
04.20-05.00 Phoenix
Das Gold der Zaren (2/3): Schätze und Intrigen
Ein Film von Miroslaw Bork, Malgorzata Bucke, Gudrun Ziegler, ZDF/2001
05.00-05.45 Phoenix
Das Gold der Zaren (3/3): Rausch und Elend
Ein Film von Miroslaw Bork, Malgorzata Bucke, Gudrun Ziegler, ZDF/2001
20.15-21.00 Phoenix
Der Überfall (1/2): Deutschlands Krieg gegen Polen
Ein Film von Knut Weinrich, NDR/2009
21.00-21.45 Phoenix
Der Überfall (2/2):Deutschlands Krieg gegen Polen
Ein Film von Knut Weinrich, NDR/2009
21.45-22.15 Phoenix
Kasachstan. Boomstaat in der Wüste
Ein Film von Stephan Stuchlik, WDR/2009
Dienstag, 17. August
15.15-16.00 WDR
Der Jenissej - Vater aller Flüsse
Ein Film von Gordan Godec
Spannende Reportage über eine Reise mit dem Geländewagen, Hubschrauber und auf Schiffen durch Sibirien entlang bzw. auf dem Jenissej, dem wasserreichsten Fluss Russlands, beginnend an der Mündung ins Polarmeer über 4000 Kilometer durch Tundra und Taiga bis an die Grenze der Mongolei.
Wir begegnen u.a.: Nomaden, die ihre traditionelle Lebensweise aufgeben mussten, Schwerstarbeitern im größten, aber heruntergekommenen Nickelwerk der Welt, „vergessenen“ Strafgefangenen in der Einsamkeit der Tundra, aber auch glücklichen Brautpaaren, die auf eine positive Zukunft hoffen und - am Rand der Wüste Gobi - Schamanen, die mittels Geisterbeschwörung nicht nur Krankheiten, sondern auch Eheprobleme und finanzielle Probleme ihrer Patienten kurieren.
21.45-22.00 3sat
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Kishi Pogost, Russland. Das warme Holz
Ein Film von Andreas Christoph Schmidt
Während der eisfreien Zeit erreicht man die Insel Kishi Pogost im Onegasee nur mit dem Boot. Ein herausragendes Bauwerk auf dieser Insel ist die 35 Meter hohe Verklärungskirche. Sie gilt als der kühnste erhaltene Holzbau Russlands und ist einer von etwa 60 historischen Holzbauten auf Kishi Pogost. Die wenigsten der Gebäude stehen an ihrem angestammten Platz, sie wurden von anderen Inseln oder vom Festland nach Kishi Pogost gebracht.
Da man Blockhäuser leicht auseinandernehmen und wieder aufbauen kann, konnten die Historiker der Nachkriegszeit nicht widerstehen. So bewahrte man Baudenkmäler und schuf gleichzeitig ein künstliches Reservat russischer Holzkultur: Das UNESCO-Welterbe Kishi Pogost ist ein Freilichtmuseum. Der Film aus der Reihe „Schätze der Welt - Erbe der Menschheit“ zeigt, wie schwierig es ist, die alten Holzbauten zu erhalten.
Mittwoch, 18. August
09.30-09.55 Phoenix
Europa - und jetzt? (2/4): Schräge Töne - Eine Reise durch Ungarn
Ein Film von Michael Wenzel, DW/2010
Besuch auf dem Wochenmarkt im südungarischen Békés. Vor mehr als zehn Jahren waren wir schon einmal hier und sprachen mit älteren Ungarn, deren Rente kaum zum Leben reichte. Und jetzt? Verbessert hat sich kaum etwas, heißt es. Aber nicht alle Ungarn, denen wir begegnen sind verbittert. Der Kleinunternehmer kämpft weiter um seine Existenz. Und auch die Ungarndeutsche Lissi, die damals in ihrem Heimatdorf Tarian die Schule besuchte, hat ihren Platz gefunden. Sie studiert jetzt in Budapest Deutsch.
09.45-10.00 WDR
Warschauer Notizen
Von und mit Ulrich Adrian
09.55-10.20 Phoenix
Europa - und jetzt? (3/4): Polnische Erfolgsgeschichten - Eine Reise entlang der Weichsel
Ein Film von Darius Cierpialkowski, DW/2010
Polen gehört seit 2004 zur EU. Wie es sich entwickelt hat, zeigt die Reise quer durchs Land: Von Gleiwitz im Süden über Krakau und Warschau bis an die Ostsee. Viele Menschen haben ihre Chance ergriffen: Manager mit Berufskarrieren, die ohne Marktwirtschaft nicht denkbar gewesen wären, Landwirte, die von EU-Subventionen profitieren, Rentner, die langsam auf ein immer stärkeres soziales Netz vertrauen und Musiker, die die Öffnung des Landes für Kulturen aus der ganzen Welt genießen.
10.20-10.45 Phoenix
Europa - und jetzt? (4/4): Der freie Flug - Eine Reise nach Estland
Ein Film von Daniela David, DW/2010
Nach zehn Jahren erzählen dieselben Personen von einst, wie es ihnen in Estland ergangen ist. So hat die Fischerfrau von der Insel Saaremaa einen Laden eröffnet und die einstige Studentin in der alten Universitätsstadt Tartu einen guten Job gefunden. Doch der Kraftwerksarbeiter in Narva an der Grenze zu Russland ist weiter skeptisch, was die Integration der russischen Bevölkerung angeht. Viele Stimmen in einem kleinen Land.
Donnerstag, 19. August
15.00-15.45 3sat
Im schlesischen Himmelreich (1/2): Der Graf und die Kohlendiebe
Ein Film von Thomas Euting
Das heutige Schlesien ist in die polnischen Verwaltungsbezirke Niederschlesien, Oppeln und Schlesien unterteilt. Im Alltag spricht man einfach nur von Nieder- und Oberschlesien: Eine Region, in der die Menschen 1.000 Jahre lang Opfer der machtpolitischen Interessen von Böhmen, Habsburgern, Preußen und Polen waren. Eine Region aber auch, die sich im Zuge der EU-Erweiterung als ein multikultureller Ort der Begegnung und als Mittler zwischen Ost und West erweist.
Im Oberschlesischen Industrie- und Steinkohlerevier kehrt der schwer kranke Valentin Graf Ballestrem noch ein letztes Mal an die Stätte seiner Kindheit zurück, in das Dorf um Schloss Plawniowitz. Seine Vorfahren zählten zu den bedeutendsten Großindustriellen Oberschlesiens. Der Familie gehörten Kohlegruben, Wälder, Säge- und Stahlwerke, in denen 50.000 Menschen Arbeit hatten. Wie die meisten Schlesier hat auch seine Familie 1945 alle Besitztümer verloren.
Die wieder aufgeflammte Diskussion um Eigentumsansprüche vertriebener Deutscher in Polen bezeichnet der alte Herr als einen „Chauvinismus“, dem man „gelebte Versöhnung“ entgegensetzen müsse: „Wenn Deutsche von Polen beleidigt werden und man zurückschlagen möchte, dann sollte man schweigen, vielleicht sogar eine ganze Generation lang. Geduld und Toleranz werden dazu führen, dass antideutsche Ressentiments abflauen.“ Thomas Euting hat das heutige Schlesien bereist. Der erste Teil seiner zweiteiligen Dokumentation „Im schlesischen Himmelreich“ führt nach Oberschlesien.
15.45-16.30 3sat
Im schlesischen Himmelreich (2/2): Wo der Westen den Osten trifft
Ein Film von Thomas Euting
Der Fluch des Kriegs zieht sich noch immer durch Schlesien. Im Bergland der Beskiden erzählt ein alter Bauer, dass er die Deutschen hasst: „Aber nur die, die mir damals mit der Panzerfaust den Arm weggeschossen haben!“ Am anderen Ende Schlesiens, ganz im Westen, sitzt eine alte Frau allein in einer kleinen Holzkirche. Zwischen ihren Fingern hält sie einen Rosenkranz. „Der ist das einzige, was ich gerettet habe“, sagt sie, „damals, als die Russen kamen, die Mädchen und Frauen zusammengetrieben und vergewaltigt und dann das Dorf in Brand gesteckt haben.“
Panzerfaust und Rosenkranz bleiben bis heute Sinnbilder tiefster Risse: Symbole für den verblassenden Traum der deutschen Vertriebenen, dass ihre verlorene Heimat Schlesien vielleicht doch noch einmal deutsch werden möge - und für die Zukunftsängste jener Polen, die nach dem Krieg Schlesien besiedelten und heute noch fürchten, die Deutschen könnten vielleicht doch noch zurückkommen.
Es gibt aber auch Momente vorbehaltloser Versöhnung: In Hennersdorf umarmen sich zwei Frauen - eine Deutsche, die als Kind aus Schlesien vertrieben wurde, und eine Polin, deren Eltern aus dem polnischen Osten nach Hennersdorf zwangsumgesiedelt wurden. Unter dem Kastanienbaum, unter dem sie als Kinder gespielt haben, reichen sie sich die Hände, denn „im Herzen sind wir beide Schlesier.“ Thomas Euting hat das heutige Schlesien bereist. Der zweite Teil seiner Dokumentation „Im schlesischen Himmelreich“ führt in den Osten und Westen Schlesiens.
Freitag, 20. August
07.00-07.30 Arte
Der Himmel über Europa: Polen - Slowakei
Die Reise durch Europa führt zu den Nachbarländern Polen und in die Slowakei. Eine Station ist Danzig, reich an Geschichte und eng mit der Geschichte der Gewerkschaft Solidarnosc verbunden. Weiter geht es über jahrhundertealte Burgen und Kirchen bis nach Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei.
15.15-16.00 WDR
Reisewege: Kuren wie die Könige - Die böhmischen Bäder: Karlsbad - Marienbad - Franzensbad
Ein Film von Dagmar Wittmers
Die Reichen und Schönen dieser Welt treffen sich heutzutage in Mallorca, St. Tropez oder Davos … In früheren Jahrhunderten gaben sich die Berühmten und Wichtigen in den Kurbädern Böhmens ein Stelldichein: Maria Theresia, Kaiser Franz Josef, Paganini, Bismarck, Beethoven, Goethe . Sigmund Freud und auch Karl Marx. Sie kamen alle immer wieder, schworen auf das heilende Wasser und nutzten die exklusive Abgeschiedenheit, Politik zu machen und Ehen zu schmieden. Auch heute flanieren Kurgäste mit Schnabeltassen durch die Sprudelkolonnade die Minerale im warmen Wasser sind Wohltat für den Körper, das Bad in der Menge eine solche für die Seele. Kuren in Böhmen ist wieder in. Die fast schon vergessenen Kurhäuser, die heute in der tschechischen Republik liegen, sind aus dem Dornröschenschlaf erwacht.
Der Reiseweg führt uns zu den mondänen Kurtempeln gestern und heute. Es ist eine Zeitreise, zum Beispiel in die Welt Goethes, der sich in Marienbad „temporär verjüngt“ unsterblich in die 19-jährige Ulrike verliebte. Als die so heftig umgarnte den Heiratsantrag des immerhin 74 Jahre alten Dichterfürsten verschmähte, verewigte er sein Liebesleiden in der „Marienbader Elegie“. Es ist -gestern wie heute- eine Reise in eine besondere Welt, in die Welt der Kurpromenaden und Brunnenschlösschen. Der Film erzählt von Geschichte und Geschichten der böhmischen Bäder. Er lädt ein zur Entdeckung prächtiger Schlösser und Burgen in der Umgebung, macht bekannt mit Spezialitäten der Region, wie den Karlsbader Bitterbecher „Becherovka“ und wir treffen Kurgäste aller Nationen, die in Böhmen neben Heilung auch Unterhaltung suchen.







