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30.07.2010
Renovabis-Gründer Bischof Schwarz feiert Goldenes Priesterjubiläum
Freising/Chaguaya/Trier. Dem Initiator der Solidaritätsaktion Renovabis, dem seit drei Jahren emeritierten Trierer Weihbischof Leo Schwarz, hat Renovabis-Geschäftsführer Dr. Gerhard Albert vom Sitz der Geschäftsstelle in Freising aus ins bolivianische Chaguaya zu dessen Goldenem Priesterjubiläum Glückwünsche gesandt. Der Bischof blickt exakt an diesem Samstag, 31. August, auf 50 Jahre priesterlichen Wirkens zurück.
Vom weltkirchlichen Engagement seit seiner Kaplanszeit infiziert, engagiert sich der heute 78 Jahre alte Bischof im „Ruhestand“ jetzt wieder dort, wo er als junger Priester acht Jahre gewirkt hat. Sein seelsorglicher Einsatz und sein soziales Engagement gelten den Armen in der Diözese Sucre in dem lateinamerikanischen Land, wo er nun selber Wurzeln geschlagen hat. Er traut Paare, tauft und firmt und legt selbstverständlich Hand an, wenn eine Wasserleitung gebaut wird. Die Denkweise, pastorale Unterstützung mit sozialer Hilfe integral zu verbinden, hat der spätere Misereor-Hauptgeschäftsführer als Weihbischof in Trier, Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Stellvertretender Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz insbesondere bei der Gründung des neuen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis akzentuiert. Weihbischof Schwarz brachte alle Erfahrungen aus der eigenen pastoralen Arbeit vor Ort und aus seiner Tätigkeit bei Misereor ein, als er zu Beginn der 90-er Jahre Bischöfe und Laien antrieb, zum Aufbau von Kirchen und Gesellschaften in den bis zur Wende vom Kommunismus geprägten Ländern Mittel- und Osteuropas beizutragen. Er gehörte zu den Mitbegründern der „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel und Osteuropa“ und organisierte persönlich von Trier aus 1993 die erste Kollekte. Die Deutsche Bischofskonferenz gab dem neuen Hilfswerk ab 1994 in Freising ein Zuhause. Dort prägte Weihbischof Leo Schwarz als Aktionsausschuss-Vorsitzender bis 2003 das Handeln des Werkes. Seine persönliche Identifikation unterstrich er durch Hilfseinsatzreisen in die Ukraine sowie mehrere Projektbesuche bei Renovabis-Partnern in einigen der heute insgesamt 29 Projektländer. Inzwischen konnte Renovabis bis zum Sommer 2010 gut 17.600 Projekte mit rund 500 Millionen Euro unterstützen.
Biographie des Weihbischofs Leo Schwarz
Geboren wurde Leo Schwarz am 9. Oktober 1931 in Braunweiler im Landkreis Bad Kreuznach. Nach dem Abitur studierte er Pädagogik an der Pädagogischen Akademie in Trier und unterrichtete danach als Lehrer in Cochem an der Mosel. 1955-1956 nahm er ein Fulbright-Stipendium am Western Michigan College in Kalamazoo/USA wahr. 1956 bis 1961 studierte Leo Schwarz Philosophie und Theologie an den Hochschulen in Trier und Münster. 1960 ist Leo Schwarz zum Priester geweiht worden. Als Kaplan war er in Cochem tätig, bevor er von 1962 bis 1970 als Seelsorger in der Erzdiözese Sucre in Bolivien wirkte. Er hatte den Vorsitz der Bistumskommission für weltkirchliche Aufgaben inne und gehörte als Mitglied der Deutschen Kommission Justitia et Pax an. Der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz gehörte er als Stellvertretender Vorsitzender an. Als Geistlicher Assistent begleitete er die Arbeit des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Seit 1992 wirkte Weihbischof Schwarz als Gründer und Initiator hauptverantwortlich in den Gremien von Renovabis.







