Vorbereitungsprojekt für ein Frauenschutzhaus in Bukarest

Projektbeschreibung

Der „Lagebericht Menschenhandel“ des BKA aus dem Jahr 2009 stellt fest: „Auch im Jahr 2009 stammte rund die Hälfte der Opfer aus osteuropäischen Staaten, vor allem aus Rumänien und Bulgarien.“ Frauenhandel ist also durchaus ein Thema in Rumänien, mit dem sich seit einiger Zeit eine Gruppe von Schwestern der Congregatio Jesu in Bukarest/Rumänien befasst. Die Schwestern unterhalten auch andere Bildungs- und Sozialprojekte im Land und wollen sich nun für Frauen einsetzen, die Opfer von Zwangsprostitution geworden sind.

Dazu soll eine Beratungsstelle mit einer Frauenschutzwohnung in Bukarest aufgebaut werden. In einem „Kick-off“-Projekt steht zunächst die Gründung und der Aufbau einer eigenständigen Nichtregierungsorganisation (NGO) an. Dabei geht es zum einen um die formale Registrierung der NGO, aber auch um Maßnahmen der Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit (Kontaktaufnahme zu lokalen Behörden, Kirchen, Bildungseinrichtungen sowie Durchführung von Informationsveranstaltungen und Fundraising). Geleitet wird die NGO von der Juristin Sr. Adina Balan CJ, die dabei von einer Mitschwester unterstützt wird. Schon in der Aufbauphase werden die ersten Frauen beraten und unterstützt.

Projektbewertung

Weil das Thema Frauenhandel von kirchlichen Kreisen in Rumänien bisher wenig beachtet wurde, ist es positiv zu bewerten, dass mit der Congregatio Jesu und Solwodi zwei Partner gefunden wurden, die dieses Thema aufgreifen und aktiv werden. Sr. Adina Balan hat ein einjähriges Praktikum bei der deutschen Beratungsorganisation Solwodi absolviert und ist als Juristin mit dem rumänischen Justizsystem und den lokalen Behörden gut vertraut und in der Lage, ihr Anliegen angemessen vorzustellen und eine Vertrauensbasis zu den verschiedenen Akteuren aufzubauen. Renovabis unterstützt diese Vorbereitungsphase finanziell mit Zuschüssen für Personal-, Sach und Aussstattungskosten.

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