Ökologie als Kernthema des 21. Jahrhunderts
Dienstag, 31. August 2010
Renovabis veröffentlicht OWEP-Heft zu Umweltproblemen in Mittel- und Osteuropa
FREISING. Die Auswirkungen von Klimawandel und Bodenerosion sowie der Kampf um die immer knapper werdenden Rohstoffe sind mittlerweile weltweit spürbar: Fast täglich erscheinen Berichte über Naturkatastrophen wie aktuell zu den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan. Der Mensch ist als Teil der Umwelt von den Folgen betroffen, Umdenken und verändertes Handeln sind zwingend erforderlich. So ist Umweltschutz wohl das Thema, von dem das 21. Jahrhundert entscheidend geprägt sein wird.
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven (OWEP)“ nimmt deshalb „Umweltprobleme in Mittel- und Osteuropa“ in den Blick. Die Autorinnen und Autoren widmen sich der Umweltfrage nicht zuletzt aus theologischer Sicht und möchten zeigen, dass Christen sich neben anderen gesellschaftlichen Gruppen aktiv für die „Bewahrung der Schöpfung“ engagieren. Zur Sprache kommen sowohl sozialethische Grundlagen eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Schöpfung als auch Beispiele eines praktizierten Umweltschutzes in Mittel- und Osteuropa. Beim Lesen der Beiträge von OWEP 3/2010 begibt man sich auf eine Reise durch Mittel-, Ost- und Südosteuropa bis nach Zentralasien und wird dabei über unterschiedlichste Aspekte der Umweltproblematik informiert. Knapp 25 Jahre nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl ist die Kernkraft ein Schwerpunktthema: Der Leser erfährt von Umweltbewusstsein und Umweltpolitik im heutigen Weißrussland. In einem Porträt zweier Tschernobyl-Liquidatoren werden aber auch die immer noch spürbaren Folgen für die Betroffenen angesprochen. Die Themenbereiche „Holz“ und „Wasser“ kommen in Beiträgen über die einzigartige masurische Natur in Nordostpolen sowie über bedrohte Urwälder in Transkarpatien/Westukraine zur Sprache. Und auch der Einfluss von Boden und Wasser auf die Entwicklung der menschlichen Kultur im Donauraum ist Thema des Heftes. Dass sich allmählich ein Umdenken im Umgang mit der Umwelt abzeichnet, zeigen Projekte aus Ländern in Mittel- und Osteuropa. So berichten Autorinnen und Autoren über die Nutzung von Solarenergie in einer kirchlichen Einrichtung in Moldawien, über ein Kloster in Serbien, das Landwirtschaft nach ökologischen Grundsätzen betreibt, oder über ein Umweltschutzprojekt in Kasachstan. Dort wird zu Heizzwecken Stroh statt Kohle oder Öl verbrannt. Zwei Texte dokumentieren außerdem das besondere Bemühen der Ostkirchen um die Bewahrung der Schöpfung. Das aktuelle OWEP-Heft erscheint parallel zum diesjährigen 14. Internationalen Kongress Renovabis, der vom 2. bis 4. September 2010 in Freising stattfindet und unter dem Thema „In Verantwortung für die Schöpfung. Ökologische Herausforderungen in Mittel- und Osteuropa“ steht. Dazu haben sich 360 Teilnehmer aus 30 Ländern angemeldet.
Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) wird vom katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) herausgegeben. OWEP kostet als Einzelexemplar 6,50 Euro. Die Zeitschrift kann telefonisch 08161/5309-71 oder per E-Mail: owep@renovabis.de angefordert werden. Ein Überblick über den Inhalt der aktuellen Ausgabe ist im Internet unter www.owep.de möglich. Dort können Sie auch zwei Artikel im Volltext lesen: Astrid Sahm: 25 Jahre nach Tschernobyl: Umweltbewusstsein und Umweltpolitik im heutigen Weißrussland, Bohdan Prots: Europas unbekannte Urwälder in Transkarpatien
