Altersarmut in Rumänien: Hilfe für alte und pflegebedürftige Menschen
Die täglichen Besuche der Schwestern garantieren nicht nur eine angemessene Pflege, sondern sind auch ein Trost für alte Menschen, die einsam sind.
- Land: Rumänien
- Förderbereich: Soziale Aufgaben
Projektbeschreibung
Altersarmut ist in Rumänien, wie auch in anderen osteuropäischen Ländern, ein großes Problem. Viele alte Menschen leben in einer schwierigen sozialen Situation. Ersparnisse ließen sich in der Zeit der Erwerbstätigkeit kaum erwirtschaften. Bis heute ist die soziale Absicherung unzureichend, Renten liegen oft unter dem Existenzminimum. Wenn die Kinder zum Arbeiten in die Stadt oder ins Ausland gehen, bleiben die Alten zurück und sind dann immer mehr auf Hilfe von außen angewiesen. Diese Situation gilt auch für Timișoara in Rumänien. Die zweitgrößte Stadt des Landes liegt im äußersten Westen. Dort gibt es nur wenige Pflegeeinrichtungen, aber eine immer größere Anzahl an pflegebedürftigen Menschen.
Betreuung der alten Menschen
Viele alte Menschen sind auf die Arbeit der Schwestern und Helfer angewiesen. Im Altenheim können sie nun angemessen versorgt werden.
Bereits kurz nach der Wende hat der Caritasverband der Diözese Timișoara begonnen, Sozialstationen für die medizinische Pflege und häusliche Unterstützung kranker Menschen aufzubauen. Gemeinsam mit Franziskanerinnen und ehrenamtlichen Helfern der Caritas werden mit diesem häuslichen Pflegedienst täglich fast 500 Menschen versorgt. Sie bringen warmes Essen, waschen und pflegen die Kranken, spenden Trost, sprechen mit den oftmals vereinsamten Frauen und Männern und kümmern sich auch um die medizinische Betreuung.
In vielen Fällen ist ein häuslicher Pflegedienst jedoch nicht mehr ausreichend, da die Betroffenen eine permanente Pflege benötigen. Bereits 2004 wurde mit Unterstützung von Renovabis ein Hospiz eröffnet. Dieser Ort dient primär der Sterbebegleitung und hat entsprechend nicht genug Plätze, um pflegebedürftige Frauen und Männer aufzunehmen.
Die Lebensbedingungen vieler alter Menschen sind schlecht. Ohne Hilfe von außen ist eine angemessene Pflege auf Dauer unmöglich.
Hilfe beim Bau eines Altenpflegeheims
Aus diesem Grund hilft Renovabis der Caritas ein ehemaliges Pfarrhaus in der Nähe von Timișoara in ein Altenheim umzubauen. Die Diözese Timișoara hat der Caritas das leerstehende Pfarrhaus zu Verfügung gestellt. Hier können in Zukunft pflegebedürftige alte Menschen betreut werden.
Weitere Informationen zum Thema Altersarmut:
- Jahresthema 2008: alt.arm.allein? Alte Menschen in Osteuropa
- Audio-Reportagen zum Jahresthema 2008
- Projekte zum Thema:
Hilfe für Leib und Seele - Suppenküchen in Weißrussland und in der Ukraine
Unterstützung für die Ausstattung des Hospizes in Cercany
Projektbewertung
Der Umbau des Pfarrhauses zu einem neuen Pflegeheim ist eine nötige Erweiterungsmaßnahme des Hospizes. Im Landkreis Timiș gibt es nur wenige Pflegeeinrichtungen, aber viele pflegebedürftige Menschen. Mit dem neuen Altenpflegeheim schafft die Caritas Linderung. Hinzu kommt, dass mit der neuen Einrichtung auch das von der Caritas betriebene Nachtasyl enlastet werden und Synergieeffekte aufgrund weiterer schon bestehender Projekte der Caritas genutzt werden können. Renovabis unterstützt die Caritas Timișoara bei der Renovierung des ehemaligen Pfarrhauses. Die Ausstattung für das Altenheim ist bereits vorhanden.
- Projektträger: Herbert Grün, Federatia Caritas a Diecezei Timisoara
- Fördersumme: 145.000 € EUR
- Bewilligungsjahr: 2010
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Infos zu Rumänien
- Länderinfo Rumänien
- OWEP-Heft 3/2002, Schwerpunkt: Rumänien
- Projekt: Hilfe für Kinder ohne Perspektive - ein Kindergarten in Lugoj
- Projekt zum Anhören 2010/5: Medizinische Versorgung für krebskranke Kinder in Timişoara/Rumänien
- 7 Fragen an Tünde Terezia Löchli, Generaldirektorin der Caritas im nord-rumänischen Satu Mare.
