Heimkinderbetreuung durch die Missionarinnen der Hl. Familie in Pinsk und Baranowiczi

Kinder im “Haus der Barmherzigkeit”Kinder im „Haus der Barmherzigkeit“

Projektbeschreibung

Weißrussland ist auch heute noch eines der ärmsten Länder im Osten Europas. Unter der Armut leiden besonders kinderreiche Familien, ältere, alleinstehende Menschen, Menschen mit Behinderungen, Alleinerzieherinnen, wohnungslose Menschen und Haftentlassene. Der Lohn reicht bei vielen gerade für das Notwendigste. Die Arbeitslosenrate ist durch die Beschäftigungspolitik im Staatsapparat und in staatlichen Betrieben sehr gering; die offizielle Arbeitslosenrate liegt bei knapp 1%. Schätzungen gehen jedoch von etwa 10% aus, da Menschen aus verschiedenen Gründen in den offiziellen Zahlen nicht erfasst werden. Auch der Anteil der „working poor“, also derjenigen, die trotz Arbeitsplatz von Armut betroffen sind, ist relativ hoch. Die Inflationsrate liegt derzeit bei knapp unter 10%. Dies gilt auch für Baranowiczi, eine Stadt mit 168.900 Einwohnern (2009) im Westen Weißrusslands. Dort sind seit vielen Jahren im Haus der Barmherzigkeit die MSF-Schwestern tätig. Renovabis hat die Sozialarbeit der Missionarinnen der Hl. Familie bereits in früheren Projekten unterstützt. Für das Jahr 2011 hat Sr. Waleria Pacukiewicz MSF darum gebeten, dass die Förderung zur Durchführung der sozial-caritativen Aktivitäten in Baranowiczi fortgesetzt wird.

Im Rahmen dieser sozial-caritativen Tätigkeit werden im „Haus der Barmherzigkeit“ in Baranowiczi Kinder aus sozial schwachen Familien betreut. Die Kinder bekommen ein Mittagessen, werden bei den Hausaufgaben unterstützt und bei Bedarf medizinisch versorgt. An allererster Stelle aber erfahren sie bei den Schwestern und in der Gemeinschaft mit anderen Kindern Freundschaft, Wärme und Geborgenheit. Dinge, die sie von Zuhause oft nicht kennen. Die Schwestern stehen in engem Kontakt mit den Familien. In persönlichen Gesprächen haben die Eltern Gelegenheit, über ihre familiären Probleme zu reden und Lösungen zu finden.
Schwester Waleria wird dabei von zahlreichen Freiwilligen aus der Pfarrei unterstützt.

Projektbewertung

Die Schwestern im „Haus der Barmherzigkeit“ vermitteln den Kindern christliche Werte. Die Kinder erfahren, dass sie wichtig sind und um ihrer selbst willen geliebt werden. In der behüteten Gemeinschaft lernen sie viel voneinander: Rücksicht nehmen, sich gegenseitig helfen, gemeinsam etwas schaffen. So wachsen kleine Persönlichkeiten heran, die Verantwortung übernehmen und wissen, worauf es im Zusammenleben mit anderen ankommt. Das ist sowohl für ihre persönliche Entwicklung als auch für die Gesellschaft von Bedeutung. Denn starke Kinder sind wichtig für die Zukunft des Landes.

Die Aktivitäten ergänzen das Angebot der Diözesancaritas und erfolgen in ökumenischem Geist. Die Förderung ist wichtig, weil sozial-caritative Projekte ohne einen Zuschuss zu den laufenden Kosten kaum durchgeführt werden können.

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