Das ungarische Mediengesetz im Kreuzfeuer der Kritik
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Die EU reagierte entsetzt, als ausgerechnet Ungarn, das im Spätsommer 1989 als erstes Ostblockland den Eisernen Vorhang mutig geöffnet hatte, ein Mediengesetz verabschiedete, das die Presse seit Jahresbeginn kontrolliert. Dadurch werden ungarische Medien u.a. zu einer ausgewogenen Berichterstattung verpflichtet. Das Ausland befürchtet eine massive Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit, die ungarische Regierung verteidigt hingegen das Gesetz.
Was sagen ungarische Journalisten dazu? Welche Position nimmt die ungarische Kirche in der Debatte um die Rechtmäßigkeit der neuen Medienkontrolle ein? Wie beurteilen osteuropäische Nachbarstaaten die Kontroverse um das neue Gesetz? Diesen und weiteren Fragen stellen sich Medien- sowie Kirchenexperten und schaffen ein umfassendes Gesamtbild zur Pressesituation in Ungarn.
Moderation: Bernd Knopp
Interview mit Andrea Sofie Jannusch, Medienberaterin CAMECO: Ungarn und die Medien – eine Beurteilung von CAMECO - anhören
Interview mit Prof. Dr. Andras Mate-Toth, Staatl. Universität Szeged: Die Rolle der Kirche in Gesellschaft und Medien - anhören
Thomas Schumann, Renovabis: Nachrichten aus Mittel – und Osteuropa - anhören
Interview mit Ulrich Kiss SJ, Dir. of Development, Budapest: Das Mediengesetz unter katholischer Beobachtung - anhören
Interview mit Erzabt Dr. Imre Asztrik Varzegi OSB, Erzabt von Pannonhalma: Die katholische Kirche und die Medien - anhören
Interview mit Johann Schuth, Chefredakteur Neue Zeitung, Budapest: Umgang mit dem ungarischen Mediengesetz - anhören
Daniela Schulz, Renovabis: Projekt des Monats - anhören
Interview mit Dr. Andrzej Kaluza, Deutsches Polen – Institut e.V. , Darmstadt: Medienzensur in ungarischen Nachbarstaaten - anhören

