Helfen im Osten Europas

Freitag, 25. März 2011

Renovabis-Trägerkreis bewilligt 11,73 Millionen Euro für 281 Projekte

FREISING. Während Deutschland die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise einigermaßen glimpflich überstanden hat, sind deren Auswirkungen in zahlreichen Ländern Mittel- und Osteuropas noch deutlich spürbar. Manche positiven Entwicklungen der Nachwende-Zeit wurden durch die Krise zeitweilig gestoppt, oder es kam sogar zu Rückschlägen. Dies wurde jetzt bei den Frühjahrsberatungen der Gremien von Renovabis in Freising deutlich.

Doch die mittel-, ost- und südosteuropäischen Partner des katholischen Hilfswerks dürfen weiterhin mit nachhaltiger Unterstützung rechnen. So beschloss der Renovabis-Trägerkreis unter Vorsitz des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner die Bewilligung von rund 11,73 Millionen Euro für insgesamt 281 neue Projekte. Dem breiten Projektspektrum von Renovabis entsprechend sind darunter wieder Hilfsmaßnahmen im sozialen Bereich, unter anderem für Kinder und Jugendliche, für Suchtkranke sowie für Menschen mit Behinderungen; weiterhin pastoral ausgerichtete Projekte wie Existenzhilfen für Priester, die Unterstützung von Ordensleuten und die Förderung von kirchlicher Infrastruktur. Im Bildungsbereich wurden einige Projekte zur Ausstattung katholischer Schulen und zur Fortbildung von Lehrpersonal beschlossen. Passend zum Jahresschwerpunkt von Renovabis gibt es auch eine Reihe von Umweltprojekten, so etwa ein Programm für mehr Energieeffizienz, ökologische Bildung und ein nachhaltiges Energiekonzept in Kasachstan.

Beschlossen wurde vom Renovabis-Trägerkreis auch die Fortsetzung des Freiwilligendienst-Projekts bis zum Jahr 2014. Bereits seit 2008 fördert Renovabis den Einsatz von Freiwilligen in Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Zur Zeit befinden sich 19 junge Männer und Frauen in entsprechenden Einsätzen.

Schließlich wurden bei der Sitzung in Freising auch die Planungen zur diesjährigen Renovabis-Pfingstaktion vorgestellt. Die bundesweite Aktion steht unter dem Leitwort „Gottes Schöpfung – uns anvertraut! Ost und West in gemeinsamer Verantwortung“. Sie wird am 22. Mai in der Münchner Frauenkirche von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx eröffnet und endet am Pfingstsonntag, 12. Juni, im Bistum Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze.