Seelsorge in Sibirien

Seelsorge in Sibirien: eine Ordensfrau zu Besuch bei Rentnerinnen.Seelsorge in Sibirien: eine Ordensfrau zu Besuch bei Rentnerinnen.

Projektbeschreibung

Westsibirien ist für seine scheinbar unendlichen Weiten bekannt. Die kleinen Gemeinden liegen sehr weit auseinander, so müssen die Geistlichen in ihrer Seelsorge lange Strecken zurücklegen. Pastoralfahrten sind also ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Priester und Ordensleute. In der Diözese „Verklärung des Herrn“ besuchen die Geistlichen über 200 Dörfer und mehr als 60 Gemeinden, oft hunderte Kilometer voneinander entfernt.

Bischof Joseph Werth SJ, Bistum “Verklärung des Herrn”, NovosibirskBischof Joseph Werth SJ, Bistum „Verklärung des Herrn“, NovosibirskWer in dieser Abgeschiedenheit lebt, hat es schwer, Arbeit zu finden und jüngere Menschen ziehen weg in städtischere Regionen. Zurück bleiben zumeist alte Menschen, die Trost und Kraft in ihrem Glauben finden. Priester und Ordensleute sind für diese Menschen Glaubensverkünder und Seelsorger und sie kümmern sich auch um soziale Probleme der Menschen. Bischof Werth hat Renovabis um finanzielle Unterstützung für die Seelsorge in Westsibirien gebeten und erzählt, wie auch Laien ihren Beitrag zur Stärkung der Glaubenslebens in der Diaspora leisten:

Die pastorale Arbeit der Ordensleute wird vor Ort unterstützt von ,Kirchenmüttern’. Kirchenmütter sind Gemeindefrauen, die sich um die Organisation von Gottesdiensten in den Häusern kümmern. Sie beten den Rosenkranz mit den Gläubigen, helfen, wo sie können. Besonders diese Kirchenmütter sind es, die die Gemeinde zusammenhalten und die Sorgen eines jeden Einzelnen kennen. Zusammen mit diesen Frauen, den Priestern vor Ort und mit der Hilfe von Renovabis können wir beginnen, ein kleines Netzwerk der Liebe und Menschenfreundlichkeit aufzubauen. Wir vertrauen darauf, dass die Welt bei uns dadurch lichter und hoffnungsvoller wird. Unsere Priester arbeiten bis zur Selbstaufgabe, ich habe größten Respekt vor ihnen und ihrer Arbeit.

Projektbewertung

Neben den Benzinkosten werden mit der Förderung auch die Wartung der Autos finanziert sowie Flugkosten für den Besuch entlegener Gemeinden im Norden Sibiriens. Nur so ist Seelsorge auch an entlegenen Orten möglich. Für das Projekt wurde mit dem Spendenaufruf „Mein Glaube gibt mir Kraft – er ist alles, was ich habe“ um Spenden geworben.

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