Bau einer Kapelle in Adler

Gottesdienst in Adler mit Bischof PickelGottesdienst in Adler mit Bischof Pickel

Projektbeschreibung

Adler ist der südlichste Stadtteil der am Schwarzen Meer gelegenen Stadt Sotschi. Die Gemeinde Adler besteht aus über 70 armenischen Familien und wird vom Priester und den Schwestern von der Gemeinde Sotschi aus betreut. Lange mußten die Gläubigen ins 40 km entfernte Sotschi fahren, um einen Gottesdienst zu besuchen, bis im Jahr 2000 mit Unterstützung von Renovabis ein Grundstück mit einem kleinen Häuschen erworben wurde, das seitdem als Kirche genutzt wird.

Beengte Verhältnisse für die Gemeinde in der improvisierten Kapelle.Beengte Verhältnisse für die Gemeinde in der improvisierten Kapelle.Der wohnzimmergroße Raum reicht aber für die Gemeinde mittlerweile nicht mehr aus. Inzwischen liegt die Genehmigung für den Bau einer Kapelle vor, die in ein zweistöckiges Haus integriert wird. Ein Kirchturm wird durch das turmartige Treppenhaus nur angedeutet. Damit hat die Gemeinde eine pragmatische Lösung gewählt, denn ein auffälligeres Kirchgebäude wäre möglicherweise auf Widerstand bei den Behörden gestoßen. Im Erdgeschoss befindet sich die Kapelle, im 1. Obergeschoss werden verschiedene Gemeinderäume eingerichtet. Im Dachgeschoss ist Platz für eine Priesterwohnung, falls Adler in Zukunft einen eigenen Priester erhält.

Auch Bischof Clemens Pickel besucht die Gemeinde von Zeit zu Zeit und unterstützt den Bau der Kapelle sehr. Er schreibt:

Amalia, Donara und viele andere Menschen in Adler wünschen sich nichts mehr als eine Kapelle, um Gottesdienst zu feiern, ihren Glauben leben und an ihre Kinder weitergeben zu können. Wir haben eine Baugenehmigung, die Männer wollen ihren Beitrag leisten und beim Bau einer kleinen Kapelle helfen. Doch uns fehlt das Geld für Steine, Mörtel, Putz und noch mehr Baumaterial. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, in Adler einen Ort des lebendigen Glaubens zu bauen – einen Ort für Gemeinschaft, zum Beten und Feiern. Ein Ort, an dem die Menschen Halt, Trost und Zuversicht finden können.

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Projektbewertung

Der Neubau ist dringend nötig, da sich das Gebäude, das zur Zeit als Kapelle genutzt wird, in desolatem Zustand befindet. Das Dach ist undicht, die Wände haben Risse, die Bodendielen sind stellenweise durchgefault. Im Winter lässt sich das Haus schwer heizen, während es im Sommer im subtropischen Klima unerträglich heiß ist. Selbst unter diesen belastenden Bedingungen sind die Gottesdienste regelmäßig sehr gut besucht. Eine Besonderheit der Gemeinde in Adler ist die armenische Herkunft der Gläubigen. Obwohl Sotschi eine Großstadt ist, bilden die armenischen Großfamilien eine gewisse dörfliche Struktur mit einem starken Zusammenhalt. Dies gibt der Gemeinde Stabilität und dem Bauprojekt zusätzliche Sicherheit, denn die Gemeindemitglieder sind dazu bereit, beim Bau mitzuarbeiten und dadurch nach Möglichkeit Kosten zu sparen. So kann die Gemeinde Adler den Rohbau fertigstellen und den Gottesdienstraum im Erdgeschoss einrichten. Obergeschoss und Mansarde können dann schrittweise ausgebaut werden.

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