Ausstattung des Jugendzentrums "Maryam" in Baku
- Land: Aserbaidschan
- Förderbereich: Soziale Aufgaben
Projektbeschreibung
Die wirtschaftliche Entwicklung Aserbeidschans hat sich nach dem Zerfall der Sowjetunion verschlechtert und ist durch hohe Arbeitslosigkeit und soziale Not gekennzeichnet. Von den großen Öl- und Gasvorkommen, mit denen Aserbeidschan gesegnet ist, profitieren nur die Eliten.
Die einzige römisch-katholische Pfarrei in Baku besteht seit 1997 und wird von fünf Salesianern aus der Slowakei betreut. Die Salesianer haben ihr soziales Engagement vor allem auf den Bereich der Jugendsozialarbeit konzentriert. Weil der Bildungssektor u. a. aufgrund der sehr niedrigen Lehrergehälter geschwächt ist, gründeten sie 2004 das „Maryam“-Jugendzentrum, das für gut 200 Schülerinnen und Schüler aus bedürftigen Familien ein tägliches Nachmittags-Schulprogramm anbietet. Die Salesianer bieten Sprachkurse und Kurse in Mathematik, Geschichte, Geographie sowie im Umgang mit dem -Computer an, aber auch Freizeitaktivitäten wie Musik und Sport. In Akhmedi, dem Stadtteil Bakus mit den größten sozialen Problemen, haben die Salesianer zum Ausbau ihrer Aktivitäten ein altes Café gekauft und saniert, es fehlte jedoch eine angemessene Ausstattung der Räumlichkeiten.
Projektbewertung
Das Jugendzentrum „Maryam“ in Baku ist eines der wichtigsten und aufwendigsten Projekte der Salesianer in Aserbeidschan. Große Bedeutung liegt unter anderem darin, dass sich die katholische Kirche als professioneller Träger sozialer Arbeit in der muslimisch geprägten Mehrheitsgesellschaft verankern kann. Weil sich die Angebote des Zentrums auch an Kinder und Jugendliche muslimischer Herkunft richten, besteht die Chance konfliktfreier Begegnungen und einer wachsenden interreligiösen Akzeptanz.
- Projektträger: Msgr. Vladimir Fekete SDB, Leiter der -Missio sui iuris in Baku
- Fördersumme: 21.000 EUR
- Bewilligungsjahr: 2010
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