Licht und Schatten

Donnerstag, 04. Dezember 2008

Beim 16. Renovabis-Partnerschaftstreffen steht der „Fall des Eisernen Vorhangs“ vor bald 20 Jahren im Mittelpunkt

FREISING. 2009 wird für die Bundesrepublik ein politisches Jahr. Neben den Wahlen zum Europa-Parlament und zum Bundestag stehen wichtige Gedenktage an. So jährt sich 2009 zum 20. Mal die politische Wende und damit auch der Beginn der „friedlichen Revolutionen“ in den früheren kommunistischen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Beim Renovabis-Partnerschaftstreffen vom 5. bis 6. Dezember auf dem Freisinger Domberg steht der „Fall des Eisernen Vorhangs“ im Mittelpunkt. Dabei werden die Teilnehmer über Licht- und Schattenseiten der Entwicklungen im Osten Europas in der Zeitspanne von fast 20 Jahren sprechen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Ländern Polen, Rumänien und der Ukraine. Wie in den Vorjahren lässt das katholische Osteuropa-Hilfswerk auch bei diesem Partnerschaftstreffen den Aktionsschwerpunkt der kommenden zwölf Monate anklingen. So wird Renovabis 2009 unter dem Motto „Zur Freiheit befreit“ an den „Fall des „Eisernen Vorhangs“ und an die Folgen der Wendeprozesse für die Menschen im Osten Europas erinnern. – Bereits zum 16. Mal lädt Renovabis zum Partnerschaftstreffen auf den Freisinger Domberg ein. In diesem Jahr nehmen daran um die 130 Einzelpersonen, Vertreter von Pfarrgemeinden sowie von Verbänden und Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Sie alle engagieren sich meist ehrenamtlich auf der Basis von Partnerschaften in Mittel- und Osteuropa. Das Treffen dient vor allem dazu, sich auszutauschen und über neue Entwicklungen in den östlichen Partnerländern zu informieren.

Nuntius richtet Grußwort an die Teilnehmer

In einem Grußwort würdigt der „päpstliche Gesandte“ in Berlin, der Apostolische Nuntius Erzbischof Jean-Claude Périsset, den Einsatz der Frauen und Männer, die sich in der Partnerschaftsarbeit engagieren. Mit „viel Herzblut und persönlicher Überzeugung“ hätten sie in den vergangenen Jahren zahlreiche Begegnungen und Verbindungen auf den Weg gebracht. Dadurch habe der oft unübersichtliche Prozess des Zusammenwachsens Europas an vielen konkreten Orten eine wirklich menschliche Dimension gewinnen können. Périsset dankt den Frauen und Männern für ihr „unermüdliches“ Engagement und ermutigt sie, miteinander auf diesem Weg zu bleiben. Außer den Teilnehmern aus dem Bundesgebiet sind auch in diesem Jahr Gäste aus dem Osten Europas beim Partnerschaftstreffen vertreten; unter ihnen die rumänische Filmschaffende und Medienberaterin in der Erzdiözese Bukarest, Anca Berlogea, die Theologin und Renovabis-Stipendiatin Vytautė Maciukaitė aus Litauen, der ukrainische Kirchenhistoriker Professor Oleh Turiy sowie die promovierte Theologin Monika Waluś aus Polen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgt das ungarische Ensemble „Detot Berbecs es a Cinkak“. Peter Maser, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster, hält das Impulsreferat. Er spricht zum Thema „1989-2009: Aufbrüche und Umbrüche – Licht- und Schattenseiten der Entwicklungen im Osten Europas“.