„Weites Herz für die Menschen im Osten“
Donnerstag, 18. Dezember 2008
Renovabis dankt Kardinal Joachim Meisner
FREISING. Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis hat die Bedeutung von Kardinal Joachim Meisner für das Zusammenwachsen des einst geteilten europäischen Kontinents gewürdigt. In einem am Donnerstag (18. Dezember) in Freising veröffentlichten Schreiben dankt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth dem Kölner Erzbischof für seinen Einsatz als Vorsitzender der Unterkommission für Mittel- und Osteuropa der Deutschen Bischofskonferenz. In dieser Funktion hat Meisner zugleich den Vorsitz im Renovabis-Trägerkreis. Das Gremium ist für die Leitung der Aktion Renovabis und für die Vergabe finanzieller Mittel verantwortlich.
Immer wieder habe Kardinal Meisner auf die langwierigen Folgen der jahrzehntelangen kommunistischen Herrschaft im Osten Europas hingewiesen, so Demuth. Darunter hätten besonders die Christen zu leiden gehabt, die unterdrückt und verfolgt wurden. Meisner sei es daher ein großes Anliegen, dass den Kirchen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa durch Renovabis bei ihrem Wiederaufbau und ihrer Erneuerung geholfen werde. Auch nehme der Kardinal starken Anteil an der Situation von benachteiligten Menschen in diesem Teil Europas, die nun gerade unter den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Nachwendeprozesse litten, unterstreicht Demuth. Durch seine Leitungsfunktion im Trägerkreis sei der Kölner Erzbischof entscheidend daran beteiligt, dass die notleidenden Menschen im Osten Europas über die Projektarbeit von Renovabis unterstützt würden. „Sie haben ein weites Herz für die Menschen im Osten“ - betont Demuth in seinem Schreiben an den Kölner Erzbischof. - Anlass des Briefes ist der 75. Geburtstag von Meisner am 25. Dezember 2008.
Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Das Hilfswerk wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz ins Leben gerufen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatte die Gründung zuvor angeregt. Die Renovabis-Geschäftsstelle befindet sich in Freising nahe München. Der lateinische Name Renovabis stammt aus Psalm 104: „Renovabis faciem terrae - Du (Gott) wirst das Antlitz der Erde erneuern“. Die Projektförderung von Renovabis verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser umfasst kirchlich-pastorale und sozial-caritative Maßnahmen. Hinzu kamen in den vergangenen Jahren zunehmend Bildungsprojekte. In den 15 Jahren seines Bestehens half Renovabis seinen Partnern in 29 ehemals kommunistischen Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas bei der Verwirklichung von über 15.000 Projekten. Dafür wurden rund 440 Millionen Euro bereitgestellt.
