Exzellenter Tätigkeitsbericht
Freitag, 28. November 2008
Transparenzpreis 2008: Unter zehn Finalisten belegt Renovabis als einzige katholische Organisation einen respektablen achten Pla
BERLIN/FREISING. Am Ende fehlten nur ganze 6,6 Punkte zum Sieg. So landete das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis bei der Vergabe des „Transparenzpreises 2008“ in Berlin unter insgesamt 55 Teilnehmern auf einem respektablen achten Platz. Zum dritten Mal gehörte Renovabis zu den zehn Finalisten im Rennen um die begehrte Auszeichnung, die seit vier Jahren von der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PWC) vergeben wird. Mit dem Transparenzpreis würdigt PWC deutsche Spendenorganisationen, die eine vorbildliche Berichterstattung vorweisen können. Im Vergleich zum Vorjahr machte Renovabis trotz größerer Konkurrenz zwei Positionen gut und behauptet sich damit als einziges katholisches Hilfswerk unter den zehn bestbewerteten Organisationen. Sieger ist CARE Deutschland-Luxemburg mit 96,1 von 100 möglichen Punkten. Im Fall von Renovabis sprach PWC von einem „exzellenten“ Tätigkeitsbericht. Gewürdigt wurden ausdrücklich die „detaillierte“ Projektbeschreibung, die Übersicht nach Regionen sowie die „guten“ nicht-finanziellen Passagen. Besonderes Gefallen fand die Jury am Risikobericht sowie an der Darstellung der internen Kontrollmechanismen. Hervorgehoben wurden auch die Prognosen für das kommende Jahr sowie alle zukunftsgerichteten Informationen.
„Preis ist auch ein Lernprogramm“
Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke reagierte mit Freude und Stolz auf die Bekanntgabe des Ergebnisses. Der Transparenzpreis sei für Renovabis nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein Lernprogramm. So habe sich das Hilfswerk von Jahr zu Jahr die Analysen der Renovabis-Berichterstattung, die vom Lehrstuhl für Rechnungslegung und Prüfung der Georg-August-Universität Göttingen durchgeführt wurden, sehr genau angeschaut. Daraufhin habe man versucht, an Schwachstellen zu arbeiten, um insgesamt die Darstellung noch durchsichtiger zu machen, so Haneke am Freitag (28.11.) in Freising. „Dadurch haben wir in den letzten Jahren große Fortschritte bezüglich einer transparenten Rechenschaftslegung gemacht.“ Das sei für Renovabis als gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisation nicht nur von essentieller, sondern von existenzieller Bedeutung: „Die zu Recht gestiegene Sensibilität vieler Spender erfordert einfach eine hohe und stets weiter zu optimierende Transparenz.“ Der Wettbewerb um den Transparenzpreis habe Renovabis dabei geholfen, die Berichterstattung deutlich zu verbessern. „Insofern ist der Preis für uns nicht nur ein ,Lernprogramm’, sondern auch ein ,Hilfsprogramm’ auf dem Weg zu optimaler Transparenz“, betonte Haneke.
