Junge Deutsche engagieren sich im Osten Europas
Mittwoch, 17. September 2008
Renovabis beteiligt sich am "weltwärts"-Programm der Bundesregierung
FREISING. Sechs junge Erwachsene sind in diesen Tagen von ihren deutschen Heimatorten nach Mittel-, Ost- und Südosteuropa aufgebrochen: Ein Jahr lang wollen sie sich in Hilfsprojekten des katholischen Hilfswerkes Renovabis und der „Initiative Christen für Europa“ (ICE) engagieren. Renovabis-Kooperationspartner ICE ist anerkannte Entsendeorganisation des „weltwärts“-Programms, das vom Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung initiiert worden ist. Renovabis vermittelt im Jahr 2008/09 zum ersten Mal solche Freiwilligen-Einsätze aus Deutschland in die Länder Mittel- und Osteuropas.
Die vier Frauen und zwei Männer zwischen 18 und 20 Jahren haben sich - im Anschluss an Schule oder Lehre - für diesen zwölf Monate dauernden Dienst gemeldet und leisten ihn freiwillig und ehrenamtlich. Konkret werden sie seit Mitte September in Sozial- und Jugendzentren eingesetzt. Renovabis hat dafür Projekte in Rumänien, Mazedonien und in der Ukraine ausgewählt. Weitere Projekte in Russland und Rumänien hat ICE vermittelt. Das Engagement der Freiwilligen wird finanziell durch die Sicherung der Reise- und Aufenthaltskosten sowie von Versicherungen über Renovabis ermöglicht.
Nils Arbeiter (20 Jahre) aus dem nordrhein-westfälischen Korschenbroich im Bistum Aachen leistet seinen zivilen Ersatzdienst in Form dieses sozialen Auslandseinsatzes ab. Er nutzt für seine Verpflichtung gegenüber dem Staat die Regelungen nach dem Paragraphen 14c des Zivildienstgesetzes und engagiert sich im mazedonischen Ohrid in einem Kinderzentrum. Sein Einsatz in der südosteuropäschen Kulturstadt wird außerdem als Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland (FSJ/A) anerkannt. Nils ist an internationalen Kontakten und der Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Nationen seit Jahren interessiert. 2005 begeisterte er sich für die Mitwirkung als Freiwilliger beim Weltjugendtag in Köln.
„Dass es mir sehr gut geht und ich Menschen, denen es nicht so gut geht, nicht nur mit einem Gebet, sondern auch vor Ort mit meiner Menschlichkeit helfen möchte“, ist Susann Kneifel (18 Jahre) klar. Sie kann sich in diesem Sinne während des kommenden Jahres in einem rumänischen Mutter-Kind-Heim einbringen. Die Abiturientin stammt aus dem sächsischen Schkeuditz im Bistum Magdeburg; die Fußball-Leistungssportlerin absolvierte das Leipziger Sportgymnasium und begleitete bislang mehrere Kinder- und Sportfreizeiten.
Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Das katholische Hilfswerk wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gegründet und hat seine Geschäftsstelle in Freising bei München. Renovabis unterstützt seine Partner bei der kirchlich-pastoralen, sozial-caritativen und zivilgesellschaftlichen Erneuerung in den ehemals kommunistischen Ländern des Ostens. In den mehr als 15 Jahren seines Bestehens half Renovabis in 29 Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas bei der Verwirklichung von mehr als 15.000 Projekten mit einem Gesamtvolumen rund 440 Millionen Euro. mehr über Renovabis
