Zum ersten Mal gemeinsam
Dienstag, 01. Juli 2008
Kirchliche Hilfswerke „Hoffnung für Osteuropa“ und „Renovabis“ schreiben Journalistenpreis aus
STUTTGART/FREISING. Erstmals verleihen die Solidaritätsaktionen Hoffnung für Osteuropa (HfO) und Renovabis gemeinsam den „Journalistenpreis Osteuropa“. Die Osteuropa-Hilfswerke der beiden großen christlichen Kirchen zeichnen damit Beiträge aus, die sich mit der sozialen Situation und den Lebensumständen von Menschen in Mittel- und Osteuropa befassen. Bisher wurde der Preis allein von HfO vergeben.
Die Ausschreibung richtet sich an Journalisten, die in einem Land Mittel-, Ost- oder Südosteuropas geboren sind und dort leben. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Außerdem werden zwei Förderpreise in Höhe von je 1.000 Euro vergeben. Eine unabhängige Jury von Medienfachleuten entscheidet über die Vergabe. Die Auszeichnung wird am 8. November in München im Rahmen einer Festveranstaltung überreicht.
„Demokratien leben nicht nur von Wahlen, sondern auch von einer wachen und kritischen Presse und einer engagierten Zivilgesellschaft“, so HfO-Direktorin Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel am Dienstag (1. Juli) in Stuttgart. Für beides seien in den Ländern Mittel- und Osteuropas Impulse und Unterstützung wichtig. „Dazu wollen wir mit dem Journalistenpreis beitragen.“ Füllkrug-Weitzel weist darauf hin, dass die eingereichten Beiträge mutige und für das Gemeinwohl engagierte Menschen zeigten. „Das tut gut angesichts vieler Negativschlagzeilen über Osteuropa.“
Als ein „schönes Zeichen des ökumenischen Miteinanders“ wertet Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth die gemeinsame Vergabe des Journalistenpreises. „Gern haben wir die Anregung unserer evangelischen Schwester-Organisation zu dieser Kooperation aufgegriffen“, so Demuth in Freising. Damit würden die langjährigen guten Beziehungen zwischen Renovabis und HfO weiter vertieft. Außerdem sei es angesichts der inflationären Vermehrung von Medienpreisen in Deutschland nur vernünftig, einmal keinen neuen Wettbewerb zu erfinden, sondern sich an einem bestehenden Preis partnerschaftlich zu beteiligen.
Nähere Informationen zur Ausschreibung:
Ausschreibungsunterlagen (PDF, ca. 145kb) Information on the Contest in english language (PDF, ca. 145kb)
- Hoffnung für Osteuropa, Rainer Lang, Pressereferent, Telefon: 0711/2159 147,
- Renovabis, Jürgen-August Schreiber, Pressereferent, Telefon: 08161-530914
- Die Beiträge sind sowohl im Original als auch in deutscher Übersetzung bis spätestens zum 19. September 2008 in digitaler Fassung einzureichen.
Hoffnung für Osteuropa (HfO)
wurde 1994 als Antwort auf die Not der Menschen in Mittel- und Osteuropa gegründet. In der Aktion arbeiten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die evangelischen Landeskirchen, das Diakonische Werk der EKD und die Diakonischen Werke der Landeskirchen, das Gustav-Adolf-Werk, der Martin-Luther-Bund und einige Freikirchen zusammen, um mit Spenden beim Aufbau sozialer Strukturen und diakonischer Einrichtungen zu helfen. Dafür konnte die Aktion seit 1994 mehr als 16 Millionen Euro Spenden sammeln und zielgerichtet einsetzen. Mehr zu HfO im Internet unter www.Hoffnung-fuer-osteuropa.de
Renovabis
ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Das katholische Hilfswerk wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gegründet. Renovabis unterstützt seine Partner bei der kirchlich-pastoralen, sozial-caritativen und zivilgesellschaftlichen Erneuerung in den ehemals kommunistischen Ländern des Ostens. In den 15 Jahren seines Bestehens half Renovabis in 29 Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas bei der Verwirklichung von rund 15.000 Projekten mit einem Gesamtvolumen von mehr als 420 Millionen Euro. Mehr zu Renovabis in der Rubrik „Über uns“
