Vor laufenden Fernsehkameras

Donnerstag, 08. Mai 2008

Abschluss der Renovabis-Pfingstaktion 2008 im Bistum Hildesheim – ZDF überträgt Gottesdienst aus Mariendom

HILDESHEIM/HELMSTEDT. Mit einer Live-Sendung im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) beendet das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis in diesem Jahr seine bundesweite Pfingstaktion. So überträgt der Mainzer Sender den Festgottesdienst am Pfingstsonntag (11. Mai) aus dem Mariendom in Hildesheim ab 9.30 Uhr. Die Messe mit dem Hildesheimer Bischof Norbert Trelle und Renovabis-Gästen aus dem östlichen Teil Europas ist Höhepunkt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, mit denen Renovabis seine alljährliche Pfingstaktion an diesem Wochenende (8. bis 11. Mai) abschließt. Gleichzeitig wird am Pfingstsonntag in allen katholischen Pfarrgemeinden im Bundesgebiet zu Spenden für Renovabis aufgerufen. 2008 steht die Renovabis-Pfingstaktion unter dem Motto „Alt. Arm. Allein?“ und lenkt den Blick auf den beschwerlichen Alltag von alten Menschen im Osten Europas. In diesem Jahr beendet Renovabis seine Kampagne im Bistum Hildesheim.

Suppenküche in Sankt Petersburg

Zum Auftakt des Aktions-Abschlusses wies Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth in Helmstedt erneut auf die bedrückende soziale Situation von alten Menschen in Osteuropa hin. Demuth räumte zwar ein, dass finanzielle Not und Einsamkeit zunehmend auch das Schicksal von älteren Menschen in Deutschland prägten. Dabei sprach er von einer besorgniserregenden Entwicklung. Dennoch sei ihr Alltag mit dem der älteren Generation im Osten Europas nur ansatzweise vergleichbar. „Dort sind es vor allem die alten Menschen, die zu den Verlierern des Umbruchs gehören“, betonte Demuth. So hätten diese in ihrer aktiven Zeit keine Ersparnisse erwirtschaften können, um für ihr Alter vorzusorgen. Außerdem existiere vielerorts noch immer keine ausreichende soziale Abfederung. Selbst die Mindestrenten lägen oft unter dem Existenzminimum. „Häufig sind die alten Menschen nicht nur arm, sondern allein und isoliert“, so Demuth. Renovabis stelle sich deshalb bewusst auf die Seite der alten Menschen, damit sie ein Leben in Würde führen könnten. Gemeinsam mit seinen Partnern vor Ort fördere Renovabis Maßnahmen des betreuten Wohnens oder Projekte der häuslichen Krankenpflege, den Bau und Betrieb von Alten- und Pflegeheimen sowie von Sterbehospizen. Als Beispiel verwies Demuth auf das Engagement von Renovabis im russischen Sankt Petersburg. Dort unterstützt die Solidaritätsaktion finanziell die Steyler Missionare, die in der Stadt eine Suppenküche betreiben. Allein rund 200 Rentner erhalten hier tagtäglich eine sättigende Mahlzeit. Außerdem verteilen die Ordensleute Kleidung und rezeptfreie Medikamente an bedürftige Menschen.