Alterarmut im östlichen Europa

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Reportage-Reihe beleuchtet Situation in sechs Ländern - Journalistennetz n-ost und Renovabis kooperieren

BERLIN/FREISING. Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost und die Solidaritätsaktion Renovabis kooperieren künftig miteinander. „Ziel der Zusammenarbeit ist es, eine breitere Öffentlichkeit über die aktuelle Situation in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas zu informieren“, teilten n-ost in Berlin sowie Renovabis in Freising am Donnerstag (20. Dezember) mit. Die Kooperation des Journalistennetzes n-ost und des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis ist die erste dieser Art in Deutschland.

Zum Auftakt erscheint ab dem 9. Januar 2008 eine Reportage-Reihe. Darin beleuchten n-ost-Korrespondenten die verschiedenen Formen von Altersarmut in Ländern wie Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kasachstan, Kroatien, Rumänien und Russland. Die Journalisten porträtieren eine verarmte Opernsängerin in der bulgarischen Hauptstadt Sofia, berichten über einen in die Jahre gekommenen Gletscherforscher in der kasachischen Metropole Almaty und begleiten den Leser in die russische Region Iwanowo, die überaltert, weil junge Menschen für sich keine Perspektive mehr sehen und wegziehen. Hintergrund der Reihe ist das Renovabis-Jahresmotto „Alt. Arm. Allein?“. Damit möchte die Solidaritätsaktion 2008 die Aufmerksamkeit auf die bedrängte Lage alter Menschen in den Ländern des östlichen Europas lenken.

Die Beiträge werden wöchentlich ins Internet gestellt und sind auf der Homepage von n-ost unter www.n-ost.de/renovabis-reportagereihe abrufbar. Außerdem versendet n-ost die Reportagen über seinen Artikeldienst. „Die Reportage-Reihe wirft durch die Arbeit der n-ost-Korrespondenten einen unkonventionellen Blick auf ein Thema, das hierzulande viel zu wenig beachtet wird“, so n-ost-Geschäftsführer Matthias Echterhagen. Die aufwändigen Recherchen seien nur durch die Unterstützung von Renovabis möglich geworden. „Die Solidaritätsaktion ist wegen ihres sozialen und partnerschaftlichen Engagements im östlichen Europa für n-ost ein glaubwürdiger und passender Partner“, betonte Echterhagen.

Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost führt Journalisten und Medieninitiativen aus rund 20 europäischen Ländern zusammen. Sie verbindet ein grenzüberschreitender Blick mit dem Ziel, Demokratie und Medienfreiheit zu fördern sowie einen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas zu leisten. Im Mittelpunkt steht die umfassende Berichterstattung aus und über Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dabei setzen sich n-ost-Mitglieder gegen Begrenzungen der journalistischen Arbeit ein: Das Netzwerk organisiert journalistische Fortbildungen, Fachkonferenzen, Recherchereisen und internationale Medienprojekte. Mit einem Artikel- und Radiodienst beliefert n-ost Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ansprechpartner: Matthias Echterhagen, Telefon: 030/327 88 486, Fax: 030/31 51 74 71, E-Mail: echterhagen@n-ost.de

Mehr zu n-ost unter www.n-ost.de

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Das katholische Hilfswerk wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gegründet und hat seinen Sitz in Freising bei München.

Renovabis unterstützt seine Partner bei der kirchlich-pastoralen, sozial-caritativen und zivilgesellschaftlichen Erneuerung in den früher kommunistischen Ländern des Ostens. In den letzten 14 Jahren half Renovabis in 28 Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas bei der Verwirklichung von über 14.500 Projekten mit einem Gesamtvolumen von fast 420 Millionen Euro.

Ansprechpartner: Burkhard Haneke, Telefon 08161/5309-17, Fax: 08161/5309-44 E-Mail: ha@renovabis.de