„Die Menschen brauchen unsere Hilfe“
Donnerstag, 29. November 2007
2007 stellte Renovabis 325.000 Euro für Aids-Projekte in Osteuropa zur Verfügung
BERLIN/FREISING. Angesichts einer wachsenden Zahl von HIV-Neuinfektionen auch im östlichen Teil Europas hat Renovabis seine Entschlossenheit unterstrichen, das Bewusstsein der Menschen angesichts der Gefahren durch Aids zu schärfen. Über entsprechende Maßnahmen vor Ort könne das katholische Osteuropa-Hilfswerk außerdem dazu beitragen, Verständnis für die schwere Situation der Betroffenen zu wecken, sagte der Leiter der Renovabis-Projektabteilung, Markus Leimbach, am Donnerstag (29. November) in Berlin. „Die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen in den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas brauchen weiterhin unsere Hilfe“, betonte Leimbach. Allein im Jahr 2007 förderte Renovabis zehn Projekte im Bereich der HIV/Aids-Arbeit und stellte dafür 325.000 Euro bereit. – Leimbach äußerte sich am Rand einer Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Berlin zum Thema „Die Bedeutung von Leadership im globalen Kampf gegen HIV/Aids“. Anlass ist der Weltaidstag am 1. Dezember. An der Tagung nahm Leimbach als Delegierter teil.
Renovabis-Fördermittel für integratives Sozialzentrum in Odessa
In Europa sind derzeit 2,4 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, davon 800.000 in der Europäischen Union. In der Bundesrepublik leben etwa 59.000 Menschen mit einer HIV-Infektion oder Aids-Erkrankung. Nach Informationen von „Euro HIV“ (European Centre for Epidemiological Monitoring of HIV) steckten sich im vergangenen Jahr allein 60.000 Menschen in Osteuropa mit dem HI-Virus an: Das sind mehr als doppelt so viele wie in Westeuropa (25.500).
Renovabis beteiligte sich 2007 unter anderem finanziell an den Kosten eines Studientags der Gesundheitskommission der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) zum Thema HIV/Aids in Brukhovichi. Außerdem unterstützt die Solidaritätsaktion ein integratives Sozialzentrum in Odessa, das von der Caritas der UGKK getragen wird. Ziel dieser Einrichtung mit Modellcharakter ist es, die Lebenssituation von HIV-infizierten Menschen durch medizinische und psychologische Hilfe zu verbessern.
Zusammen mit Caritas International finanziert Renovabis darüber hinaus den Einsatz einer Fachberaterin im Missionsärztlichen Institut Würzburg. Die promovierte Soziologin Monika Rosenbaum berät als Mitarbeiterin der Katholischen Fachstelle für Internationale Gesundheit kirchliche Partner sowie zivilgesellschaftliche Organisationen in Sachen HIV/Aids-Arbeit in der Ukraine. Ferner gehört Renovabis dem bundesweiten „Aktionsbündnis gegen Aids“ an.
