Für ein christliches Europa von morgen
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Renovabis-Trägerkreis bewilligt knapp 15 Millionen Euro für 573 neue Projekte
FREISING/KÖLN. Knapp 15 Millionen Euro stellt die Solidaritätsaktion Renovabis für insgesamt 573 neue Projekte in Mittel-, Ost- und Südosteuropa zur Verfügung. Die Summe von 14.722.043,00 Euro bewilligte der Trägerkreis des katholischen Osteuropahilfswerks unter Vorsitz des Kölner Erzbischofs Kardinal Joachim Meisner bei seiner turnusmäßigen Herbst-Sitzung in Köln am Mittwoch (17. Oktober). Bereits im Frühjahr hatte der Renovabis-Trägerkreis eine Summe von rund 16 Millionen Euro für 372 Projekte freigegeben. Zu den aktuellen Fördermaßnahmen zählen allein 47 Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von über sechs Millionen Euro (exakt 6.372.160,00 Euro).
So beteiligt sich Renovabis mit 375.000 Euro an den Baukosten für ein katholisches Pastoralzentrum in Pristina im Kosovo. Mit einer halben Million Euro unterstützt die Solidaritätsaktion den Weiterbau des Theologischen Zentrums der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) in Lviv (Lemberg). 300.000 Euro fließen in ein Caritas-Kinderdorf im weißrussischen Gomel, und 191.500 Euro investiert Renovabis in den Ausbau der pfarrgemeindlichen Sozial- und Pastoralarbeit mit Zigeunern im ungarischen Kaposfö. Außerdem finanziert die Solidaritätsaktion 26 Jahresstipendienplätze des Katholischen Akademischen Ausländerdienstes (KAAD) für Osteuropäer mit 260.000 Euro.
Pater Demuth: Menschen zu selbstständigem Handeln ermutigen
Einmal mehr unterstrich Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth die Tatsache, dass es in Mittel- und Osteuropa noch sehr viele Probleme zu bewältigen gäbe. „Vielerorts sind die Folgen des Kommunismus in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur noch immer unübersehbar. Dies gilt besonders in geistiger und religiöser Hinsicht“, so Demuth am Rand der Trägerkreissitzung in Köln. Renovabis wolle seine überwiegend kirchlichen Partner in den Ländern des östlichen Europa in ihrem selbstständigen Handeln ermutigen und auf diese Weise langfristig an der Zivilgesellschaft in einem christlich geprägten Europa von morgen bauen.
Insgesamt fördert die Solidaritätsaktion Renovabis über ihre Partner kirchlich-pastorale, sozial-caritative und zivilgesellschaftliche Projekte in 28 Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Dies gilt nach wie vor auch für die zehn Länder, die inzwischen Mitglieder der Europäischen Union (EU) sind. Seit 1993 half Renovabis bei der Verwirklichung von über 14.500 Projekten mit einer Gesamtsumme von fast 420 Millionen Euro.
