Hilfswerke üben Schulterschluss

Mittwoch, 26. September 2007

Gemeinsam für die Kirchen im Osten Europas

FREISING. Bereits zum 13. Mal fanden am Dienstag (25. September) in Freising die alljährlichen Beratungen einiger in Mittel-, Ost- und Südosteuropa tätiger katholischer Hilfsorganisationen statt. Neben verantwortlichen Mitarbeitern von Kirche in Not und der Solidaritätsaktion Renovabis nahm auch ein Vertreter der amerikanischen Bischofskonferenz (des Office to Aid the Catholic Church in Central and Eastern Europe) an den Beratungen teil.

Das turnusmäßige Treffen, zu dem in diesem Jahr Renovabis eingeladen hatte, diente wiederum dem Informations- und Erfahrungsaustausch über die jeweiligen Projektförderungen in den osteuropäischen Ländern. Schon seit Mitte der 90er Jahre stimmen sich die Werke über ihre Projektarbeit in Osteuropa ab, um ihre Fördergelder möglichst effizient einzusetzen, Projekterfolge nachhaltig zu sichern und gemeinsame Projektförderungen zu planen.

Im Mittelpunkt der jetzigen Gespräche standen vor allem kirchlich-pastorale Projekte. Hier sehen alle Werke-Vertreter nach wie vor großen Handlungsbedarf, denn die Situation gerade der katholischen Kirche im Osten Europas ist immer noch sehr schwierig. Die jahrzehntelange Unterdrückung und Verfolgung der Christen in den ehemals kommunistischen Ländern zeigt ihre Folgen bis in die Gegenwart. Noch längst nicht wurde den Kirchen ihr früherer Besitz zurückgegeben oder gibt es wirklich überall freie Entfaltungsmöglichkeiten. Und dort, wo es in den Kirchen Osteuropas erfreuliche Aufbrüche und Neuanfänge gibt, fehlen häufig finanzielle und personelle Ressourcen. Hier üben die Hilfswerke bereits seit Jahren den Schulterschluss und fördern gemeinsame Projekte, beispielsweise den Aufbau und Betrieb von Priesterseminaren, so in Sankt Petersburg oder im serbischen Subotica. Allein im Jahr 2006 betrug das Fördervolumen der drei Hilfswerke für Projekte in Mittel-, Ost- und Südosteuropa zusammen mehr als 53 Millionen Euro.