Mann des Dialogs
Freitag, 14. September 2007
Renovabis freut sich über neuen Patriarchen Daniel
FREISING. Mit großer Freude hat Renovabis die Nachricht von der Wahl des Metropoliten von Iaşi, Daniel Ciobotea, zum Patriarchen der rumänisch-orthodoxen Kirche vernommen. Ciobotea gelte als aufgeschlossen und fühle sich dem Dienst an der Einheit der Christen verpflichtet, sagte Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth am Freitag (14. September) in Freising. Demuth erinnerte in diesem Zusammenhang an die wichtige Rolle von Ciobotea bei der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV) im rumänischen Sibiu/Hermannstadt. Bereits dort habe Ciobotea die Aufgaben des jüngst verstorbenen Patriarchen Teoctist I. übernommen. Auch falle ihm ein maßgeblicher Anteil am erfolgreichen Verlauf der Konferenz zu.
Renovabis sei mit dem neuen Oberhaupt der orthodoxen Kirche Rumäniens durch die Zusammenarbeit bei Projekten in Cioboteas früheren Kirchenbezirken Moldau und Bukowina gut bekannt, betonte Demuth. So beteiligte sich die Solidaritätsaktion unter anderem finanziell an der Ausstattung eines Jugendzentrums in Durau. Außerdem war Ciobotea im Jahr 2000 Teilnehmer am vierten Internationalen Renovabis-Kongress in Freising. Damals referierte er zum Thema „Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit von Katholiken und Orthodoxen in Rumänien“. Dabei sprach sich Ciobotea für einen Dialog zwischen den Konfessionen aus und warb nachdrücklich für ein ökumenisches Miteinander im sozial-caritativen Bereich.
Daniel Ciobotea (56), 17 Jahre lang Metropolit (Bischof) von Iaşi im Nordosten Rumäniens, war vor wenigen Tagen von den Mitgliedern der Kirchenversammlung der rumänisch-orthodoxen Kirche zum Patriarchen gewählt worden. Ciobotea folgt damit auf Teoctist I., der Ende Juli gestorben war. Die rumänisch-orthodoxe Kirche ist mit 20 Millionen Mitgliedern nach der russischen die zweitgrößte orthodoxe autokephale (unabhängige) Kirche der Welt. Ihr gehören etwa 87 Prozent der rumänischen Bevölkerung an.
Der Dokumentationsband zum neunten Internationalen Kongress Renovabis vom 14. bis 16. September 2000 mit dem Thema „Konfrontation oder Kooperation? Ökumene in Mittel- und Osteuropa“ ist in der Renovabis-Geschäftsstelle erhältlich.
Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Das katholische Hilfswerk wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gegründet und hat seinen Sitz in Freising bei München. Renovabis unterstützt seine Partner bei der kirchlich-pastoralen, sozial-caritativen und zivilgesellschaftlichen Erneuerung in den früher kommunistischen Ländern des Ostens. In den vergangenen 14 Jahren half Renovabis in 28 Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas bei der Verwirklichung von über 14.000 Projekten mit einem Gesamtvolumen von mehr als 400 Millionen Euro.
