„Große Chance für Europas Christen“
Freitag, 31. August 2007
Solidaritätsaktion Renovabis setzt auf positive Signale durch Dritte Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu
FREISING. Als eine große Chance für Europas Christen wertet Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung (EÖV) im rumänischen Sibiu / Hermannstadt. Die Konferenz könne die Grundlage dafür schaffen, dass Christen aller Konfessionen ihren Glauben erneuerten und möglichst mit einer Stimme sprächen, sagte Demuth am Freitag (31. August) in Freising. Er äußerte sich wenige Tage vor Beginn der Versammlung am 4. September. An der Tagung nehmen Demuth und sein Stellvertreter Gerhard Albert als Delegierte teil. Renovabis unterstützt die 3. EÖV auch finanziell.
„Von Sibiu kann ein Glaubenszeugnis für Christus in ganz Europa ausgehen“, sagte Demuth. Dies sei einerseits gerade auf dem stark säkularisierten europäischen Kontinent wichtig. Andererseits könnten die Christen gemeinsam den Dialog mit den Muslimen in Europa wirkungsvoller führen. „Wir dürfen dem Islam nicht die religiöse Sinnstiftung allein überlassen“, machte Demuth deutlich. Außerdem könne Sibiu ein Zeichen dafür setzen, dass es Europas Christen ernst sei mit ihrem Streben nach Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Noch immer seien die Unterschiede zwischen armer und reicher Bevölkerung vor allem im Osten Europas groß, so Demuth. Hier könnten die Delegierten in Sibiu deutlich machen, dass Europas Christen die negativen Folgen weltwirtschaftlicher Prozesse durch soziales Handeln auffangen wollten.
Demuth: Renovabis hält Blick auf östliche Hälfte Europas wach
Angesprochen auf die Rolle von Renovabis bei der 3. EÖV betonte Demuth, dass es ihm besonders wichtig sei, die Aufmerksamkeit auf die östliche Hälfte Europas zu lenken. Es sei die Aufgabe von Renovabis, diesen Blick wach zu halten. Unter Verweis auf das gastgebende Land erinnerte Demuth daran, dass Rumänien zu den Schwerpunktländern von Renovabis-Projekten im östlichen Europa gehöre. Speziell in Sibiu habe Renovabis etwa die evangelische Kirche beim Aufbau einer eigenen Akademie unterstützt. Dies entspreche auch dem Förderziel von Renovabis, über seine Projekte Vorurteile zwischen Konfessionen und Volksgruppen abzubauen. Als weitere Beispiele dafür nannte Demuth die Vergabe von Studienstipendien, die Förderung von Schulen in Bosnien und Herzegowina, wo Kinder aus lang verfeindeten ethnischen Gruppen gemeinsam lernen, und den Aufbau eines spirituellen Zentrums im mazedonischen Ochwit: Dort arbeiten katholische und orthodoxe Christen in der Erwachsenenbildung zusammen.
Kurzinfo Dritte Europäische Ökumenische Versammlung
Die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung (EÖV) in Sibiu / Hermannstadt im südlichen Teil Siebenbürgens steht unter dem Motto „Das Licht Christi scheint auf alle – Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa“. Zu der Konferenz vom 4. bis 9. September haben die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) eingeladen. Die rund 2.500 Delegierten und Gäste werden sich vor allem mit der Frage auseinandersetzen, wie die ökumenische Zusammenarbeit gefördert werden kann und Christen zum Aufbau Europas beitragen können.
Weitere Informationen
Wenn Sie mehr über die 3. EÖV erfahren möchten: im Internet unter www.eea3.org und www.oekumene3.eu oder auf der Homepage der Renovabis-Zeitschrift OWEP. In Heft 1 / 2007 der Zeitschrift OWEP („OST-WEST. Europäische Perspektiven“) skizziert Stephanie van de Loo (VOLLTEXT) den Weg der 3. EÖV.
Zum Thema Rumänien seien die Beiträge von Herbert Küpper (OWEP, Heft 2 / 2007) und von Johannes Toaspern (VOLLTEXT) (OWEP, Heft 3 / 2002) empfohlen. Informationen über Rumänien erhalten Sie auch in unserer Länderinfo Rumänien.
