Zuwachs für "Aktionsbündnis gegen Frauenhandel"
Donnerstag, 26. April 2007
Evangelische Frauenarbeit in Bayern wird neues Mitglied
MÜNCHEN/FREISING. Das „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ hat bei seiner turnusmäßigen Frühjahrsvollversammlung am Donnerstag in München (26. April) mit der „Evangelischen Frauenarbeit in Bayern“ (EFB) eine weitere Mitgliedsorganisation aufgenommen. Das teilte im Namen des Aktionsbündnisses Renovabis-Pressesprecher Burkhard Haneke in München mit. Haneke ist auch Ansprechpartner des Netzwerks.
Das Aktionsbündnis, dem überwiegend kirchliche Gruppen, Verbände und Beratungsstellen aus ganz Bayern angehören, unterstreiche mit dieser Neuaufnahme einmal mehr seinen ökumenischen Charakter, so Haneke. Das Bündnis versteht sich als Netzwerk, das in einer breiten Öffentlichkeit mehr Bewusstsein für die Problematik von Zwangsprostitution und Frauenhandel schaffen will. Durch gemeinsame Aktionen, Veranstaltungen, Kampagnen und Lobby-Arbeit soll laut Haneke über das grenzüberschreitende, „skrupellose“ Geschäft der Menschenhändler aufgeklärt werden. Hunderttausende Mädchen und junge Frauen würden jährlich zu Opfern von Zuhältern und Schlepperbanden, die eine gigantische Sexindustrie mit der „Ware Frau“ belieferten.
Schwerpunktthema der diesjährigen Frühjahrsvollversammlung war der Zusammenhang von „Menschenhandel und Arbeitsausbeutung“. Dabei informierte die Münchner Rechtsanwältin Marianne Kunisch über gesetzliche Änderungen zur Bekämpfung des Menschenhandels, so auch über die Neueinführung der Strafbarkeit von Arbeitssklaverei.
Nach der Neuaufnahme der EFB zählt das bayerische „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ nunmehr 22 Mitgliedsorganisationen.
Informationen über das „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ im Internet unter www.gegenfrauenhandel.de
