Gemeinsam gegen Aids
Freitag, 09. März 2007
Renovabis unterstützt Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Aufruf zu grenzüberschreitender Zusammenarbeit
FREISING/BREMEN. Die Solidaritätsaktion Renovabis stellt sich hinter den Aufruf von Bundeskanzlerin Angela Merkel, verstärkt gegen die Immunschwächekrankheit Aids zu kämpfen. „In ihrem Engagement, das Thema zu einer Chefsache zu machen, hat sie unsere volle Unterstützung“, sagte Markus Leimbach, Leiter der Renovabis-Projektabteilung, in Bremen. Dort endet heute die Konferenz „Verantwortung und Partnerschaft – gemeinsam gegen HIV/Aids“, zu der das Bundesgesundheitsministerium im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eingeladen hat. Vor über 600 Teilnehmern aus über 40 Ländern hatte Merkel zuvor unterstrichen, wie nötig eine enge, grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen (NGO) bei der Bekämpfung von HIV/Aids sei.
Leimbach zeigte sich erfreut darüber, dass die Bundeskanzlerin ausdrücklich die Arbeit der NGOs gewürdigt habe und dabei von „starken, nicht wegzudenkenden und unverzichtbaren Partnern“ gesprochen habe.
Das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis engagiert sich bereits seit einigen Jahren zusammen mit seinen Partnern in 28 Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas in der Aids-Arbeit, dazu gehören Vorbeugemaßnahmen und Bildungsprojekte. Darüber hinaus finanziert Renovabis gemeinsam mit Caritas international die Stelle einer Beraterin für HIV/Aids im Missionsärztlichen Institut Würzburg und gehört dem Netzwerk „Aktionsbündnis gegen Aids“ in Deutschland“ an. Leimbach leitet dort die Expertengruppe „Osteuropa“.
Allein in Osteuropa und Zentralasien infizierten sich laut UNAIDS-Bericht von 2006 schätzungsweise 270.000 Menschen neu mit dem HI-Virus. Demnach liegt dort die Gesamtzahl der an Aids erkrankten Menschen nunmehr bei 1,7 Millionen.
