Aktiv im Osten
Dienstag, 06. Februar 2007
„Vernetzt.“ heißt eine neue Arbeitshilfe von Renovabis für partnerschaftliches Engagement in Mittel- und Osteuropa
FREISING. Die Bilanz ist ernüchternd. Auch über 15 Jahre nach der „Wende“ sei der Osten Europas noch nicht voll im Westen angekommen, stellt der Politikwissenschaftler Hans Maier fest. In einem Gespräch mit der Monatszeitschrift „Herder Korrespondenz“ plädiert der frühere bayerische Kultusminister deshalb für mehr Solidarität zwischen West- und Osteuropa, um ein „gemeinsames Europagefühl“ zu fördern. Solidarisch in diesem Sinne handeln schon seit Jahren zahlreiche Pfarrgemeinden, Verbände, Vereine und Einzelpersonen in Deutschland, die sich in vielen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas engagieren. Sie pflegen meist enge Kontakte zu ihren Partnern vor Ort, tauschen sich über gemeinsame Anliegen aus. Überwiegend ehrenamtlich setzen sie sich für bessere Lebensumstände der Menschen und für eine zivilgesellschaftliche Entwicklung der Länder im Osten ein. Unterstützt werden sie von Renovabis: In der Förderung des Dialogs von Menschen in Ost und West sieht die Solidaritätsaktion eine ihrer zentralen Aufgaben.
Fülle wertvoller Tipps
Mit Blick auf das partnerschaftliche Engagement hat Renovabis eine Arbeitshilfe mit dem Titel „Vernetzt.“ herausgegeben. Die knapp 200 Seiten umfassende Broschüre im handlichen DIN-A5-Format bündelt „Informationen und Ideen für die Partnerschaftsarbeit mit Mittel- und Osteuropa“, wie es im Untertitel heißt. Die Autoren führen zunächst ins Thema „Partnerschaft in der Einen Welt“ ein, bevor sie dem Aspekt „Partnerschaftlich handeln und interkulturell lernen“ breiten Raum widmen. Das letzte Kapitel unter der Rubrik „Informationen und Service“ listet eine Fülle wertvoller Tipps auf: von Länderprofilen über Fördermöglichkeiten bis hin zu Literaturhinweisen und Internet-Adressen. „Die Arbeitshilfe entspricht einem wiederholt geäußerten Wunsch vieler Partnerschaftsgruppen gerade aus dem kirchlichen Umfeld“, sagt Thomas Müller-Boehr, Renovabis-Referent für Dialog und Partnerschaften. „Ihnen möchte Renovabis eine Orientierungshilfe auf dem Erfahrungshintergrund bisheriger Praxis und Empfehlungen für das künftige Engagement geben.“
Die Arbeitshilfe „Vernetzt. Informationen und Ideen für die Partnerschaftsarbeit mit Mittel- und Osteuropa“ ist gegen eine Schutzgebühr von Euro 4,50 bei der Medienproduktion und Vertriebsgesellschaft mbH (MVG) erhältlich: Telefon (0180) 5309-111, Fax: (0241) 479 86 745, E-mail: info@eine-welt-mvg.de Für weitere Auskünfte steht auch Thomas Müller-Boehr, Renovabis-Referent für Dialog und Partnerschaften, unter Telefon (08161) 5309-46 zur Verfügung.
Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Das katholische Hilfswerk wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gegründet und hat seinen Sitz in Freising bei München. Renovabis unterstützt seine Partner bei der kirchlich-pastoralen, sozial-caritativen und zivilgesellschaftlichen Erneuerung in den früher kommunistischen Ländern des Ostens. In den letzten 13 Jahren half Renovabis in 28 Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas bei der Verwirklichung von rund 13.700 Projekten mit einem Gesamtvolumen von mehr als 385 Millionen Euro.
