Unschätzbarer Impuls für Bildungs- und Sozialarbeit in einem „Armenhaus“ Europas
Donnerstag, 28. Juli 2005
Renovabis fördert Kindergarten und Schule im albanischen Gjirokastra
FREISING/GJIROKASTRA (lu). 45.000 € stellt die Solidaritätsaktion Renovabis nun für den Bau eines Kindergartens und einer Schule in der albanischen Stadt Gjirokastra zur Verfügung. Mit der Summe soll das Gebäude für einen Kindergarten und eine Schule in Trägerschaft der katholischen Ordensgemeinschaft „Töchter von Christkönig - Figlie di Christi Re“ endlich fertiggestellt werden. Albanien zählt neben Moldawien zu den „Armenhäusern“ in Europa. Vor allem die rigorose Isolationspolitik unter Diktator Enver Hoxha und die radikale Privatisierung nach der Wende haben den südosteuropäischen Staat in eine schwierige wirtschaftliche und soziale Situation gestürzt. Das öffentliche Schul- und Kinderbetreuungswesen liegt in dem Drei-Millionen-Einwohnerstaat weithin am Boden.
Mit dem Kindergarten und der Schule wollen die Schwestern um Oberin Lattanzia einen Impuls für die Bildungs- und Sozialarbeit geben. Die Schwesterngemeinschaft, die aus Italien stammt, arbeitet mittlerweile seit 1995 in der 22.000-Einwohnerstadt, die in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden ist.
In dem Gebäude sollen schließlich knapp 150 Schülerinnen und Schüler unterrichtet und rund 80 Kinder in der Kindertagesstätte betreut werden. Für Bischof Michael Kabashi, den Apostolischen Administrator der katholischen Diasporadiözese im Süden Albaniens, leisten die Ordensfrauen mit der Kindertageseinrichtung und der Schule einen „unschätzbaren Beitrag“ zur Sozial- und Bildungsarbeit sowie Seelsorge.
