15,7 Millionen Euro für Osteuropa
Donnerstag, 19. Oktober 2006
Renovabis-Trägerkreis bewilligt Finanzmittel für 617 Projekte - Erzbischof Schick gibt Vorsitz des Aktionsausschusses ab
KÖLN/FREISING. Für die Finanzierung von 617 Projekten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa hat der Trägerkreis von Renovabis jetzt „grünes Licht“ gegeben. 15,7 Millionen Euro bewilligte das Gremium bei seiner Sitzung in Köln (18. Oktober) für das Engagement des katholischen Osteuropahilfswerks. Mit dem Geld unterstützt die Solidaritätsaktion Partner-Projekte im kirchlich-pastoralen, sozial-caritativen und zivilgesellschaftlichen Bereich in den früher kommunistischen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas. In der Summe enthalten sind allein knapp sieben Millionen Euro für insgesamt 43 Großprojekte.
Der Renovabis-Trägerkreis ist für die Vergabe finanzieller Mittel verantwortlich. Ihm gehören die Mitglieder aus der bischöflichen Unterkommission für Mittel- und Osteuropa sowie aus dem Renovabis-Aktionsausschuss an. Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner sitzt dem Gremium vor.
Erzbischof Schick: Renovabis bleibt mir besonders nah
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick würdigte als Sitzungsteilnehmer das starke weltkirchliche Engagement der katholischen Kirche in Deutschland. Dieses sei weltweit nahezu einmalig. Er rief dazu auf, die „reiche Vielfalt“ dieses Einsatzes zu bewahren und zu fördern. Schick war bei der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda zum neuen Vorsitzenden der Kommission Weltkirche gewählt worden. Dafür hatte er den Vorsitz im Renovabis-Aktionsausschuss abgegeben. Sein Nachfolger in diesem Amt ist der Magdeburger Bischof Gerhard Feige. Der Verzicht sei ihm nicht leicht gefallen, sagte Schick. Renovabis sei das „jüngste Kind“ unter den katholischen weltkirchlichen Hilfswerken, und naturgemäß bräuchten die Kleinsten erhöhte Zuneigung. Deshalb werde ihm die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa „auch künftig besonders nah bleiben“, so Schick. „Renovabis ist und bleibt ein wichtiges Hilfswerk.“ Er wünschte seinem Amtsbruder Bischof Feige alles Gute für seine neue Aufgabe bei Renovabis. Schick verwies in diesem Zusammenhang auf die guten Beziehungen Feiges zur Orthodoxie und zu den Kirchen des Ostens.
Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth dankte Schick. Dieser habe sich sehr für das Osteuropahilfswerk eingesetzt. Als Abschiedsgeschenk überreichte er ihm ein Album mit Bildern vom Besuch des Papstes am 14. September auf dem Freisinger Domberg. Dort hat die Renovabis-Geschäftsstelle ihren Sitz. Kardinal Meisner sowie der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Stefan Vesper, schlossen sich dem Dank Pater Demuths an.
Abschiedsfotos Schick1 (480 KB), Schick2 (500 KB) (links im Bild: Renovabis-Hauptgeschäftsführer P. Dietger Demuth)
