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Mittwoch, 11. Oktober 2006
"Schienenwege in Europa" ist Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe von "OST-WEST. Europäische Perspektiven"
FREISING. Die Eisenbahn fasziniert. Noch immer. Und das quer durch alle Generationen. Das älteste Massenverkehrsmittel der Welt hat die Entwicklung Europas entscheidend verändert: Die Eisenbahn war eine der wichtigsten Säulen der Moderne. Auch in Malerei, Musik und Literatur erscheint sie in vielfach abgewandelter Form und wirkt bis heute prägend auf die Perspektive von Europa. Ganz im Zeichen der "Schienenwege in Europa steht deshalb die aktuelle Ausgabe der Renovabis-Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP). Auf ihre ganz eigene Weise beschreiben die Autoren das Bahnfahren in unterschiedlichen europäischen Ländern und zu verschiedenen Zeiten. Mit dem aktuellen Heft knüpft das Redaktionsteam an eine frühere Ausgabe mit dem Themenschwerpunkt „Flüsse machen Geschichte“ (OWEP 3/2004) an. In beiden Fällen geht es dabei zunächst um den reinen Verkehrsweg „Bahn“ oder „Fluss“. Darüber hinaus kommt aber auch die übergeordnete Bedeutung von Bahn und Fluss für Politik, Wirtschaft, Geschichte und Kultur zur Sprache.
Viele persönliche Erfahrungen
Eröffnet wird das aktuelle Heft mit einem Beitrag von Professor Thomas Bremer über den Stellenwert der Eisenbahn für die Entwicklung in Mittel- und Osteuropa im 19. Jahrhundert. Mit Warschau und Wien stellt Klaus Wiebelitz zwei wichtige mitteleuropäische Eisenbahnknotenpunkte vor. Viele persönliche Erfahrungen hat Wolfgang Grycz in seine Beschreibungen über die Reise mit dem Interzonenzug sowie über seine Fahrt auf der Strecke Warschau-Berlin einfließen lassen. Die polnischen Journalisten Malgorzata Nocun und Andzrej Brzeziecki berichten über eine Bahnreise in den Grenzregionen von Polen, der Ukraine und Weißrussland. Christof Dahm geht der Geschichte der ersten österreichischen Eisenbahn nach, die von Wien quer durch Mähren bis ins heutige Polen führte. Dem „Orient-Express“ ist der Aufsatz von Michael Albus gewidmet: Der Journalist schildert, wie schwierig es noch immer ist, eine Reise auf der historischen Route zu organisieren. Drei Beiträge über die Eisenbahn in Russland runden das Heft ab: Frithjof Benjamin Schenk beleuchtet den „Mythos“ der Transsibirischen Eisenbahn und Johannes Grützmacher erzählt die Geschichte der Baikal-Amur-Magistrale. Das Bild der Eisenbahn in der russischen Literatur beschreibt der Slawist Georg Schomacher. Das Heft enthält auch einige Skizzen: Sie erleichtern es dem Leser, die Streckenverläufe besser nachzuvollziehen.
