Männersache Frauenhandel Fachtagung zu Prostitution und Menschenhandel am 8. März in Augsburg
Donnerstag, 02. März 2006
Osteuropa-Hilfswerk Renovabis ist Mitveranstalter
FREISING/AUGSBURG. Bei Prostitution und Menschenhandel spielen Männer unterschiedliche, aber entscheidende Rollen. Als Freier bestimmen sie den Markt. Als Zuhälter organisieren sie das Geschäft. Obwohl viele Männer durch ihr Verhalten erst ein Umfeld schaffen, in dem Ausbeutung, Gewalt und Entwürdigung gedeihen, wird ihr Handeln nur selten thematisiert. Kaum zur Sprache kommt in diesem Zusammenhang auch die Verantwortung, die etwa Polizisten und Juristen auf rechtlicher Ebene übernehmen.
Unter dem Titel „Männersache Frauenhandel. Freier, Täter, Jedermänner“ geht eine Fachtagung am diesjährigen Internationalen Weltfrauentag, Mittwoch, 8. März, in Augsburg dieser brisanten Problematik nach. Es diskutieren Fachleute aus Politik und Gesellschaft, Wissenschaft und Justiz - unter ihnen die bayerische Justizministerin Beate Merk, der Strafrechtler Professor Joachim Renzikowski von der Universität Halle und die Journalistin Inge Bell.
Kooperationspartner der Veranstaltung im Kolpinghaus Augsburg (Frauentorstraße 29) sind das „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“, das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis, das Kolpingwerk Bayern und die Münchner Hanns-Seidel-Stiftung.
Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr, Ende gegen 16.30 Uhr. In der Zeit von 12.15 bis 13.30 Uhr ist eine Mittagspause mit Imbiss vorgesehen.
Interessierte können Programm-Flyer in der Renovabis-Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 08161/5309-39 (Jutta Sammer) anfordern oder im Internet herunterladen (www.renovabis.de/download/maennersache_frauenhandel.pdf). Weitere Informationen zum Thema Frauenhandel gibt es ebenfalls im Internet auf den Seiten des „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“, das auch von Renovabis, der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, getragen wird (www.gegenfrauenhandel.de).
