Renovabis würdigt verstorbenen Präsidenten Rugova

Montag, 23. Januar 2006

FREISING. Das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis hat den verstorbenen Kosovo-Präsidenten Ibrahim Rugova gewürdigt. Rugova habe der katholischen Kirche wohlwollend gegenübergestanden und gute Kontakte zu ihren Vertretern gepflegt, sagte Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pater Dietger Demuth am Montag in Freising. Er hoffe, dass die völkerrechtlich zu Serbien gehörende Provinz auch nach dem Tod des Führers der Kosovo-Albaner dem Frieden ein Stück näher komme, betonte Demuth.

Mit Blick auf die künftige Entwicklung im Kosovo appellierte der Ordensmann an die politisch Verantwortlichen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU): Was sich vor ihrer Haustür abspiele, dürfe ihnen nicht egal sein.

In Prizren, im Südwesten des Landes, fördert Renovabis ein privates Internat-Gymnasium für Mädchen und Jungen. Bereits am Aufbau der Schule war die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa finanziell maßgeblich beteiligt. Renovabis sieht in dem Gymnasium, das allen Volksgruppen und Religionsgemeinschaften offen steht, einen wichtigen Beitrag, um die Zukunftschancen der Kinder aus der Region zu verbessern.