Kroatien hat Anrecht auf EU-Beitrittsperspektive
Dienstag, 04. Oktober 2005
Solidaritätsaktion Renovabis begrüßt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Kroatien
Für Kroatien und seine Menschen sei es außerordentlich wichtig, nun eine klare Perspektive für den weiteren Weg in die Europäische Union zu haben. Das sagte Renovabis-Geschäftsführer Dr. Gerhard Albert nach Bekanntwerden der jüngsten Beschlüsse der EU zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit dem südosteuropäischen Land.
Kroatien habe in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um den Anforderungen der EU gerecht zu werden. Bei den Privatisierungsbemühungen in zentralen Wirtschaftsbereichen sei das Land gut vorangekommen, auch wenn hier noch Einiges zu tun sei. Die Regierung Sanader forciere jedoch erkennbar den notwendigen Transformationskurs. Eine größere Nähe zu Europa, eine größere Teilhabe an den politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, schließlich und vor allem aber „das berechtigte Gefühl, bescheinigt zu bekommen, auch dazuzugehören“, das verbinde man – so Gerhard Albert – in Kroatien mit der jetzt eröffneten Beitrittsperspektive.
Es sei im übrigen bemerkenswert, wie gut das Land mit der noch nicht so lange zurückliegenden Kriegsvergangenheit fertig geworden sei, auch wenn in einigen Landesteilen wie etwa in Slawonien die Kriegsfolgen noch spürbar seien. Hier sei Kroatien nach wie vor auf Unterstützung von außen angewiesen. Renovabis versuche – gemeinsam mit kirchlichen Partnern vor Ort – dabei zu helfen, dass Menschen, die während der ethnischen Konflikte ihre Heimat verloren haben, nach Hause zurückkehren können.
Insgesamt sei aber, so Albert, „Kroatien auf dem Weg nach Europa sehr weit vorangeschritten“ und die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen daher uneingeschränkt zu begrüßen.
