„Soziale Umbrüche im Osten Europas“ stoßen auf reges Interesse
Freitag, 29. Juli 2005
Großer Zulauf zum 9. Internationalen Renovabis-Kongress
FREISING (lu). Bereits rund 250 Anmeldungen verzeichnet die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken für die Menschen in Mittel- und Osteuropa, Renovabis, für den Internationalen Kongress 2005. Experten aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Wirtschaft diskutieren vom 1. bis 3. September in Freising über die „Sozialen Umbrüche in Mittel- und Osteuropa“. Mit einem weiteren Anstieg der Teilnehmerzahl rechnet das Kongressreferat von Renovabis. In den vergangenen Jahren haben bis zu 400 Gäste an der hochrangig besetzten Tagung teilgenommen.
Unter dem Motto „Neuer Reichtum – neue Armut“ sollen bei der dreitägigen Veranstaltung die sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen seit der Wende, aber auch Fehlentwicklungen mit ihren Auswirkungen auf Benachteiligte analysiert werden. Als Beispielländer dienen u.a. die EU-Mitglieder Litauen, Polen und Ungarn, die EU-Beitrittskandidaten Rumänien und Bulgarien sowie Staaten, die auch weiterhin nicht der EU angehören werden wie etwa Albanien, die Ukraine und Russland. Auch das Problem, inwiefern angesichts der fortschreitenden Globalisierung Arbeitsplätze aus Deutschland in die Nachbarstaaten Mittel- und Osteuropas verlagert werden, wird bei dem Kongress behandelt.
Zu den Referenten zählen u. a. die Sonderbeauftragte Botschafterin des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten für Deutsch-Polnische Beziehungen, Prof. Dr. Irena Lipowicz, der deutsche Botschafter in der Ukraine, Dietmar Stüdemann, der Vorsitzende der deutschen Sektion von Justitia et Pax, Bischof Prof. Dr. Reinhard Marx, Dr. Irina Scherbakowa von „Memorial“ in Moskau, deren Organisation im vergangenen Jahr den alternativen Nobelpreis erhalten hat, sowie die ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel und Erwin Teufel.
Eröffnet wird der Kongress von Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick, dem Bamberger Oberhirten und Vorsitzenden des Aktionsausschusses von Renovabis.
Kurzinfo: Internationaler Kongress Renovabis
Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, führt im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz seit 1997 jährlich im Spätsommer einen Internationalen Kongress durch. Diese Veranstaltung dient der Information und Diskussion über wichtige Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft in Mittel- und Osteuropa, darüber hinaus aber auch über Themen von gesamteuropäischer Bedeutung. Durch die Teilnahme von zahlreichen Gästen aus allen Teilen Europas hat sich der Kongress zu einem wichtigen Forum des Dialogs zwischen Ost und West entwickelt.
Renovabis – the solidarity initiative of the German Catholics with the people in Central and Eastern Europe – has been conducting its annual International Congress on behalf of the German Bishops‘ Conference since 1997. The conferences aim on the exchange of ideas on clerical and social problems related to the transformation in Central, Eastern and South-Eastern Europe and on the communication and development of the partnership between East and West. The participants come from all parts of Europe and thus contribute to the pan-European importance of the congress.
