Thissen: „Jungen Menschen in Osteuropa Orientierung geben“
Freitag, 13. Mai 2005
Renovabis beendet seine diesjährige Pfingstaktion im Erzbistum Hamburg
Pressemeldung des Erzbistum Hamburg, Redaktion: Manfred Nielen
Der Hamburger Erzbischof Werner Thissen hat zu Spenden für „Renovabis“, der „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“, geworben. Mit Blick auf den Jugendschwerpunkt der diesjährigen Renovabis-Aktion sagte Thissen am Freitag, 13. Mai, vor Journalisten in Hamburg: „Die Kirche will die jungen Menschen in schwierigen Situationen begleiten, ihnen Orientierung und Lebenssinn vermitteln.“ Die Renovabis-Kollekte wird traditionell zu Pfingsten in den katholischen Gemeinden Deutschlands abgehalten.
Der Erzbischof erinnerte daran, dass es auch im Erzbistum Hamburg viele lokale Initiativen gebe, die Kontakte in die Länder Osteuropas aufgebaut hätten. Neben der Unterstützung konkreter Projekte entstünden so Beziehungen zwischen Menschen: „Das ist echte Basisarbeit an der Einheit Europas und der Völkerverständigung“, sagte Thissen.
Der Geschäftsführer von Renovabis, Pater Dietger Demuth, wies darauf hin, dass in den osteuropäischen Ländern viele junge Menschen gewissermaßen auf gepackten Koffern säßen, weil sie zu Hause keine Zukunft für sich sähen. Um dem entgegenzuwirken, fördere Renovabis auch Projekte der Berufsausbildung und „Einkommen schaffende Maßnahmen.“
Insgesamt sei die Jugend in Osteuropa sehr stark im Blick der Renovabis-Arbeit: „Von den 340 Millionen Euro Fördermitteln, die wir in den letzten zwölf Jahren vergeben haben, sind 80 Millionen Euro in Jugendprojekte gegangen“, so Demuth.
Der Russische Bischof Clemens Pickel, der zugleich katholischer Jugendbischof ist, freute sich darauf, im Sommer mit 800 Jugendlichen aus ganz Russland zum Weltjugendtag nach Deutschland zu kommen. Die meisten von ihnen kämen zum ersten Mal in den Westen. „Und für uns ist es überhaupt die größte Jugendreise, die wir bisher durchgeführt haben“, so Pickel.
