Begegnung mit Menschen in Osteuropa lässt Gräben auf dem Kontinent überwinden

Montag, 15. November 2004

Renovabis ruft zu mehr Partnerschaften mit Osteuropa auf

FREISING (lu). Einen Appell, mehr Partnerschaften mit Gemeinden und Gruppen in Mittel- und Osteuropa ins Leben zu rufen, richtet Dr. Gerhard Albert, Geschäftsführer von Renovabis, im Vorfeld zum diesjährigen Partnerschaftstreffen Anfang Dezember in Freising (Wortlaut im Anhang). Anlass ist die „Wende“ vor rund 15 Jahren, die es erst ermöglicht hat, dass aus räumlichen „Nachbarn“ mitten in Europa „Nächste“ werden können.

Vorurteile abbauen und Glaubensfreude weiter geben

In der Begegnung mit Frauen, Männern, mit Jugendlichen und Kindern jenseits des ehemaligen Eisernen Vorhangs und deren Lebensbedingungen erweitere sich der eigene Horizont. Zum Teil noch vorhandene Vorurteile zwischen Angehörigen verschiedener Nationen würden abgebaut, Gräben auf dem Kontinent überwunden. Für Katholiken erhofft sich der stellvertretende Leiter von Renovabis von der Glaubensfreude in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas darüber hinaus Impulse, das eigene religiöse Leben in Gemeinden in Deutschland neu zu erfahren und zu bereichern. Renovabis sei jederzeit bereit, Pfarreien und Verbände beim Knüpfen von Beziehungen mit Partnern in Mittel- und Osteuropa zu unterstützen und sie zu begleiten, betonte Gerhard Albert.

Für die Partnerschaftsarbeit bei Renovabis sind Thomas Müller-Boehr (Tel. 08161/5309-46) und Barbara Breher (Tel. 08161/5309-45) zuständig.

Partnerschaftsgruppen zu Gast in Freising

Das Problem der Migration in Europa, des Abwanderns aus der angestammten Heimat, steht im Mittelpunkt des Renovabis-Partnerschaftstreffens in Freising am 3. und 4. Dezember, zu dem rund 170 Teilnehmer erwartet werden - vorwiegend aus Deutschland. Diese engagieren sich in Pfarrgemeinden, Verbänden und Initiativen, die mit Pfarreien und Gruppen in Mittel- und Osteuropa partnerschaftlich verbunden sind.

„Heimatlos! Mitten in Europa“ lautet das Jahresmotto 2004 des Osteuropa-Hilfswerks. Mit diesem will Renovabis den Blick auf die Menschen richten, die ihre Heimat wegen Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen, Umweltkatastrophen, wirtschaftlicher und sozialer Not sowie ethnischen Konflikten verlassen müssen. Allein in Europa beträgt ihre Zahl rund 60 Millionen Menschen. Renovabis will dazu beitragen, dass vor allem junge Menschen in ihrer Heimat in den Staaten Mittel- und Osteuropas Zukunftsperspektiven haben.