Bischof Duka wertet Renovabis als wichtigen Partner für die kirchliche Arbeit in Tschechien
Freitag, 29. Oktober 2004
„Weggefährte in der Phase des Umbruchs“
FREISING/HRADEC KRALOVE (lu). Als wichtigen und verlässlichen Partner der Arbeit der katholischen Kirche in Tschechien würdigte Bischof Dominik Duka OP von der Diözese Hradec Kralove-Königgrätz die Solidaritätsaktion Renovabis bei seinem heutigen Besuch in Freising. Duka leitet eine Diözese in Ostböhmen mit rund 470.000 Katholiken und hat zugleich die Funktion des Stellvertretenden Vorsitzenden der Tschechischen Bischofskonferenz. Bischof Duka bezeichnete Renovabis als „Weggefährten in der Phase des tiefgreifenden geistigen und gesellschaftlichen Umbruchs“. Vor allem habe es Renovabis mit seiner Förderung ermöglicht, dass die Kirche über die Gläubigen und die Gotteshäuser hinaus wieder in der Gesamtgesellschaft als Akteur wahrgenommen werde.
Gute Erfahrungen hat der 60-jährige Bischof und Dominikaner mit Renovabis bereits beim Bau des Pastoral- und Bildungszentrums „Nove Adalbertinum“ in Hradec Kralove gesammelt. Dieses wurde von Geldgebern aus der Schweiz sowie von Renovabis, dem Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, unterstützt. Unter dem Dach des dortigen ehemaligen Jesuitenkollegs sind neben einem kirchlichen Bildungshaus mit Tagungsräumen und Gästezimmern auch Schwesternwohnungen untergebracht; ferner finden hier Veranstaltungen für Priesteramtskandidaten statt. Weitere Räume der Anlage nutzt die Staatliche Pädagogische Fakultät, die damit zum Unterhalt des „zentralen Pastoralgebäudes“ der Diözese beiträgt. Angesichts der langjährigen Verfolgung der katholischen Kirche und deren Verbannung aus dem öffentlichen Leben in Tschechien sind aus der Sicht von Bischof Duka Einrichtungen von zentraler Bedeutung, in denen sich Menschen aller Altersgruppen mit der Frage nach Gott beschäftigen können.
Renovabis fördert in der Diözese Hradec Kralove auch ein Projekt, bei dem sich engagierte Christen um Obdachlose kümmern und versuchen, diese in die Gesellschaft zu reintegrieren. Auf einem Bauernhof in Lupenice zum Beispiel leisten Obdachlose wieder landwirtschaftliche Arbeit. Einen Zuschuss hat Renovabis dem Caritasverband Hradec Kralove zum Umbau des Hauses St. Josef in der Bischofsstadt gewährt, damit dieses als Hospiz für bis zu 40 Langzeitpatienten in fortgeschrittenen Stadien von unheilbaren Krankheiten dient. Die Einrichtung hat sich, so der Bischof, zum „Pilotprojekt“ der Hospizarbeit im Lande entwickelt.
Bischof Duka wird als Vorsitzender der Kommission „Katholische Erziehung“ der Bischofskonferenz in der von Renovabis geplanten Programmfinanzierung für das katholische Schulwesen in Tschechien eine wichtige Rolle spielen.
