Spenden sichern Chancen für Jugend in Osteuropa

Donnerstag, 07. Oktober 2004

Renovabis-Trägerkreis bewilligt Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 14 Millionen Euro

FREISING (lu). Über eine Gesamtsumme von rund 14 Millionen Euro für seelsorgliche, soziale und zivilgesellschaftliche Projekte hat der Trägerkreis von Renovabis, das Beschluss fassende Gremium der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, bei seiner zweiten Sitzung in diesem Jahr entschieden. Bei der jüngsten Sitzung des Trägerkreises, dem Erzbischof Joachim Kardinal Meisner vorsteht, wurden in Freising allein 37 Großprojekte mit einer Bewilligungssumme von knapp fünf Millionen Euro genehmigt.

Renovabis wird zum Beispiel in Nordalbanien ein Berufsschulzentrum in der Diözese Rreshen mit 164.000 Euro fördern. Das Berufsschulzentrum soll dazu beitragen, jungen Frauen und Männern aus der Bergregion Mirdita eine handwerkliche Ausbildung und so den Start in die Berufstätigkeit in dem von hoher Arbeitslosigkeit heimgesuchten Balkanstaat zu ermöglichen.

Die Solidaritätsaktion wird mit 150.000 Euro einen Beitrag leisten, dass die Caritas Banja Luka die bestehenden Angebote der Sozialarbeit für Jugendliche an sechs Standorten in diesem Gebiet der Serbischen Republik fortsetzen kann, das von den langfristigen Folgen des Krieges in Bosnien-Herzegowina besonders betroffen ist. 100.000 Euro stellt Renovabis bereit, damit die Caritas Timisoara in Zusammenarbeit mit den Franziskanerinnen in Rumänien in den Klostergebäuden ein Hospiz aufbauen und es betreiben kann. Zunächst 250.000 Euro hat der Trägerkreis der Solidaritätsaktion als für die Gründung eines Gymnasiums christlicher Prägung in Prizren im Kosovo frei gegeben. Das Projekt wird vom dem Verein „Association Loyola“ unter Einbindung der Diözese Prizren getragen. Der katholische Familienverband HRK in der slowakischen Diözese Trnava darf mit einem Zuschuss von 73.000 Euro rechnen, mit dessen Hilfe er die religiöse, pädagogische, psychologische und medizinische Bildungsarbeit fortführen kann. 75.000 Euro werden in die Renovierung eines Behindertenzentrums in Presov in der Slowakei fließen.

Nach den guten Erfahrungen mit der Programmfinanzierung für Schulen in Polen und Ungarn genehmigte der Trägerkreis nun eine Zuwendung für katholische Schulen in Tschechien mit einem Volumen von 400.000 Euro und in der Slowakei eine Bereitstellung in der gleichen Höhe. Der Betrag wird über die jeweilige Bischofskonferenz den katholischen Schulen vor Ort für konkrete Projekte zugewiesen, um die Ausstattung zu ergänzen bzw. die Lehrer fortzubilden.

Insgesamt hat damit der Renovabis-Trägerkreis im Jahr 2004 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 30 Millionen Euro bewilligt, darunter fast 100 Großprojekte.