Echter Anziehungspunkt für junge Journalisten aus Osteuropa
Mittwoch, 21. Juli 2004
Fortbildungen für Redakteure und freie Mitarbeiter bei ifp und Renovabis auch in Zukunft fester Programmbestandteil
AUGSBURG/FREISING (lu). Der Ostkurs für junge Journalisten wird auch künftig einen festen Bestandteil des Programms des ifp - Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchses - darstellen. Renovabis , die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, unterstützt dieses Angebot, das von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Ländern wie Tschechien, Polen, Ungarn, Russland oder der Ukraine sehr geschätzt wird, bereits seit 1993.
A ls Chance, Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarländern aufzubauen, aber auch die eigene journalistische Praxis kritisch zu reflektieren, hat sich der Ostkurs nach der Einschätzung der Teilnehmer dieser Fortbildung erwiesen. Diese wird seit 1993 von dem Medieninstitut der Deutschen Bischofskonferenz ausgerichtet und neben Renovabis von weiteren Sponsoren wie der KNA-Promedia-Stiftung oder dem Katholischen Pressebund gefördert. Jährlich nehmen daran 15 Journalistinnen und Journalisten aus den Staaten Mittel- und Osteuropas teil; insgesamt waren es bisher über 160 Redakteure und feste freie Mitarbeiter von Medien aus Staaten Osteuropas. Ein Fünftel etwa stammte jeweils aus Rumänien und Polen, aber auch aus Litauen, der Slowakei, Russland, Bulgarien und der Ukraine kam eine größere Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Der Andrang auf die begrenzte Anzahl von Kursplätzen ist groß. Der Mehrzahl der Bewerberinnen und Bewerber, die übrigens die deutsche Sprache beherrschen sollen, muss Studienleiter Bernhard Rude leider eine Absage erteilen. Die ausgewählten 15 „Glücklichen“ aber haben die Gelegenheit, binnen dreier Wochen Recherche und journalistische Darstellungsformen für Printmedien wie auch Rundfunk zu üben. Sie können in Gesprächen mit Verantwortlichen bundesdeutscher Verlage und Rundfunkanstalten sowie Politikern Hintergründe über die deutsche Medienlandschaft und Politik zerfahren. Vertreter von Renovabis informieren über die Projektarbeit des Hilfswerks.
Renovabis, so Dr. Gerhard Albert, der Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers, im Gespräch mit ifp-Direktor Pater Roger Gerhardy OSA, wird mit dem ifp über eine künftige Förderung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten weiter im Gespräch bleiben. Das gemeinsame Ziel, kirchlich engagierten Journalisten aus Osteuropa auch in den kommenden Jahren die Chance zu geben, an den dreiwöchigen Fortbildungen in Augsburg und Ludwigshafen teilzunehmen, soll nicht aus den Augen verloren werden.
