"Hilfe für Menschen in Partnerländern nötig"

Donnerstag, 17. Juni 2004

Solidaritätsaktion Renovabis unterstützt Projekte zum Kampf gegen AIDS in Osteuropa - Welt-AIDS-Konferenz

FREISING (lu). Gemeinsame Pressemitteilung der Katholischen Weltkirchlichen Hilfswerke

Zu verstärkten Anstrengungen gegen die Ausbreitung des HIV-Virus gibt es angesichts der bei der Welt-AIDS-Konferenz in Thailand diskutierten dramatischen Entwicklung für das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis keine Alternative. Dies betonte Dr. Gerhard Albert, der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Solidaritätsaktion, in Freising. Außerdem müsse man die Bemühungen verstärken, Menschen mit HIV und AIDS aus der meist unfreiwilligen Isolation herauszuführen.

Auch wenn die Mehrzahl der Menschen, die mit HIV infiziert sind, in Afrika leben, dürfe man die Problematik gerade für Osteuropa nicht gering einstufen. Zudem gehe es um eine weltweite Solidarität.

1,3 bis 1,5 Millionen Frauen, Männer und Kinder sind nach Angaben von UNAIDS, dem AIDS-Bekämpfungsprogramm der Vereinten Nationen, allein in Osteuropa mit dem Tod bringenden Virus infiziert, die Zahl der betroffenen Menschen in Russland liege bei einem Prozent der Bevölkerung.

Renovabis muss, so Dr. Gerhard Albert, seinen Partnern wie den Caritasverbänden der Länder Osteuropas Hilfe leisten, damit sich diese zum Wohl der Menschen gegen die Ausbreitung von HIV und für die Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit HIV und AIDS einsetzen können. „Kirchliche Arbeit ist ganzheitliche Arbeit“, so der Stellvertretende Renovabis-Chef. Deshalb fördert Renovabis auch Projekte zur Bekämpfung von AIDS und zur Betreuung von HIV-Infizierten. Im Banat in Rumänien etwa unterstützt die Solidaritätsaktion ein Betreuungszentrum für HIV-infizierte Kinder. In der Ukraine begleitet Renovabis mit finanziellen Mitteln ein Rehabilitationszentrum für drogenabhängige und HIV-infizierte Jugendliche in Zareczany, das von der Caritas Spes Ukraine getragen wird. In Lazne in Tschechien unterstützt Renovabis ein Programm zur AIDS-Aufklärung in Schulen.

Taten statt Worte von Politikern der reichen Staaten fordert das Aktionsbündnis gegen AIDS, in dem sich gut 1000 Organisationen, darunter kirchliche Hilfswerke wie Renovabis sowie die Deutsche AIDS-Hilfe, zusammen geschlossen haben. Es fordert derzeit in einer Postkartenaktion die Bundesregierung auf, sich beim G8-Gipfel für Programme zur AIDS-Bekämpfung einzusetzen. Einig ist sich das Aktionsbündnis mit Vertretern aller politischer Parteien, dass HIV/AIDS zu den größten Bedrohungen für eine friedliche Entwicklung der Welt gehört und die Volkwirtschaften vor allem der Entwicklungsländer stark schädigt. Die Welt-AIDS-Konferenz in Bangkok geht an diesem Freitag zu Ende.