„Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ begrüßt Initiative von Justizministerin Merk
Montag, 28. Juni 2004
MÜNCHEN/FREISING (ha). Das „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ hat auf seiner jüngsten Vollversammlung in München die Pläne des bayerischen Justizministeriums begrüßt, entschiedener gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution vorzugehen.
Staatsministerin Beate Merk hatte angekündigt, im Bund eine Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen, die zum Ziel hat, dass Freier, die Zwangsprostitution zu ihrer Befriedigung nutzen, sich künftig strafbar machen. Das „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ weist schon seit längerem darauf hin, dass bei der Zwangsprostitution nicht nur die Menschenhändler und Zuhälter, sondern auch die Freier, von denen die „Nachfrage“ ausgeht, zur Verantwortung gezogen werden sollten.
Zugleich fordert das „Aktionsbündnis“, dass Beratungsstellen für die Opfer von Frauenhandel und Zwangsprostitution – nach Schätzungen der UNO rund 200.000 in Deutschland –, wie sie etwa von JADWIGA und SOLWODI betrieben werden, unbedingt finanziell und personell besser ausgestattet werden müssten.
Dem „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ gehören derzeit 19 überwiegend kirchliche Organisationen, Beratungsstellen und Verbände an, unter ihnen auch das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis.
