"Wichtige Tätigkeit für Menschen in Osteuropa"

Montag, 21. Juni 2004

CDU-Chefin Angela Merkel zeigt beim Katholikentag großes Interesse an Arbeit von Renovabis

ULM/FREISING (lu). Die Bedeutung der Tätigkeit des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis für die Menschen und die Kirche in Osteuropa unterstrich die CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Dr. Angela Merkel, bei einem Besuch des Renovabis-Standes auf dem Katholikentag in Ulm. Sie bezeichnete die Arbeit von Renovabis als „wichtige Tätigkeit für Menschen in Osteuropa“ und zum Bau eines neuen Europa.

Pater Dietger Demuth CSsR, der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, informierte die CDU-Chefin sowie mehrere Bundestagsabgeordnete über die Arbeit der Solidaritätsaktion. Der Beitritt von acht mittel- und osteuropäischen Ländern zur EU mache die Hilfe der deutschen Katholiken für die Kirche und Menschen in sozialen Nöten dort nicht überflüssig, warnte der Renovabis-Vertreter. Ziele von Renovabis seien die geistig-geistliche Erneuerung der Gesellschaften in den Nachbarstaaten, die unter dem Kommunismus sehr gelitten hätten, sowie die Unterstützung vorwiegend von kirchlichen Partnern, die mit viel Hingabe Seelsorge und soziale Arbeit vor Ort leisteten. Vor allem aber bedürften die Menschen jenseits des „Silbernen Vorhangs“, also der EU-Außengrenze im Osten, der Unterstützung aus Deutschland, so der Renovabis-Chef. Für Pater Demuth steht fest: „Wir dürfen die Menschen in der Ukraine, in Russland, aber auch den anderen Staaten jenseits der EU-Ostgrenze nicht im Stich lassen.“

Eine besondere Motivation zur Teilnahme am Katholikentag in Ulm ergab sich für Renovabis aus der Lage der Stadt Ulm an der Donau. Für Pater Demuth schlingt die Donau gleichsam ein Band der Völkerverständigung von Westen nach Osten. Auch das Osteuropa-Hilfswerk der Katholiken in Deutschland wolle Brücken zwischen West und Ost bauen und am Bau eines neuen Europa nach Kräften mitwirken, unterstrich der Redemptoristenpater.

Konkret hatte Renovabis die Federführung für das Podium „Europa wächst zusammen - aber wie?“ am 19. Juni in Neu-Ulm inne. An diesem nahmen die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Dr. Antje Vollmer, die Vorsitzende der Robert-Schumann-Stiftung, Roza Gräfin Thun, Franziskanerprovinzial Fra Mijo Dzolan aus Bosnien-Herzegowina sowie Elisabeth Jeggle, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, teil. Auf dem Ulmer Münsterplatz gestaltete Renovabis gemeinsam mit den anderen katholischen Werken die „Eine-Welt-Bühne“. Highlights der Renovabis-Aktivitäten in Ulm bildeten der Auftritt des Straßenkinder-Zirkus „Upsala“ aus Russland - vom ZDF mit übertragen - und die ungarisch-deutsche Speed-Folk-Band „The Transsylvanians“.

Außerdem richtete Renovabis mit dem Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm am 18. Juni eine Veranstaltung zum Thema „Religionen in Südosteuropa heute - gelebte Ökumene“ aus.